May 26, 2024

Das «Roll-Team» der Käserei Jumi will einen Riesen-Käse in acht Tagen von Zäziwil BE zu ihrer Verkaufsstelle in Winterthur rollen. Die Challenge ist aber mehr als nur eine Werbeaktion.

Lukas Liebendörfer und Mitarbeiter der Jumi-Käserei wollen diesen 100-Kilo-Emmentalerkäse in acht Tagen von Zäziwil BE nach Winterthur befördern. Auf der Strecke macht das Roll-Team an verschiedenen Stellen Halt – so auch im Eishockeystadion der SCL Tigers.Einen weiteren Zwischenstopp macht der Käsmocken auch auf dem Hof von Matthias Sempach. Der Schwingerkönig höchstpersönlich wird den Emmentaler auch einige Hundert Meter durch die Gegend rollen. 

Darum gehts

  • Mitarbeiter der Käserei Jumi wollen einen 100 Kilo schweren Emmentaler AOP von Zäziwil BE nach Winterthur rollen. 

  • Die Reise führt durch fünf Kantone und dauert vom 21. bis 28. Oktober. 

  • Mit von der Partie sind zeitweise auch prominente Personen aus der Schweiz wie Steff La Cheffe, Beni Turnheer und der Schwingerkönig Matthias Sempach. 

Das wird für das Emmentaler-Roll-Team eine echte körperliche Herausforderung: Abwechselnd wollen die Mitarbeiter der Familienkäserei Jumi innert acht Tagen einen 100-Kilo-Emmentaler-Käse von Zäziwil BE nach Winterthur rollen. Auf die Idee gekommen seien die Käser aus dem schmerzlichen Grund, weil hierzulande immer mehr Käsereien zugingen, erklärt Lukas Liebendörfer. «In diesem Jahr wurde gar erstmals mehr importierter als einheimischer Käse in der Schweiz verkauft», sagt er weiter. 

Um auf diesen Zustand aufmerksam zu machen und die Leute darauf zu sensibilisieren, auf ihre heimischen Produkte zu setzen, lassen sich die Jumi-Käser auf diese Challenge ein. Verbunden ist die Idee mit Tradition, so Liebendörfer: «Anders als heute, verlud man den Käse früher nicht auf Paletten, sondern rollte ihn in oder aus dem Transportwagen.»

90 Kilometer lange Rollstrecke

Losgehen soll die Roll-Aktion durch fünf Kantone am 21. Oktober: Gestartet wird in der Produktionsstätte in Zäziwil. Dann führt der Weg zunächst nach Langnau, wo der Emmentaler im Eishockeystadion seinen ersten Stopp einlegt. Dort wird er vor dem Spielstart über das Eisfeld rollen, um danach für das Team der SCL Tigers mitzufiebern. Geplant sind auf der Route zur Verkaufsstelle in Winterthur mehrere Stopps, die mit Aktivitäten und Emmentaler-Degustationen verbunden sind.

Die Roll-Strecke führt durch fünf Kantone. Bei den Zwischenstopps sind Aktivitäten geplant. 

Laut Liebendörfer wird der Käse effektiv rund 90 Kilometer durch die Schweiz reisen. Muskelkater ist da vorprogrammiert: «Den 100-Kilo-Mocken bergauf und -ab zu rollen ist echt anstrengend!» Wie der Käser erklärt, müsse man sich beim Rollen immer wieder abwechseln: «Selbst die Stärksten brauchen nach einer Strecke von 300 bis 500 Metern eine Pause.» Wer dem Roll-Team begegnet und den Riesen-Emmentaler selbst mal durch die Gegend manövrieren will, darf die Jumi-Käser deshalb auch gerne unterstützen.

Prominenz beim Endspurt

Im Kanton Zürich wird der Käse voraussichtlich am 25. Oktober bei den Lebensmitteltechnologen des Strickhofs in Wädenswil ankommen. In der Seegemeinde geht es dann aufs Boot nach Zürich, wo Aktivitäten unter anderem im Hotel Storchen, in Babus Bakery und auf dem Bürkliplatz-Markt folgen.

Beim Endspurt in Winterthur bekommen die Käser prominente Unterstützung: So werden die Rapperin Steff La Cheffe sowie der Winterthurer Stadtpräsident Michael Künzle den Emmentaler in Richtung Zielgerade rollen – begleitet von Beni Thurnheer, der die letzten hundert Meter des Spektakels live kommentieren wird. In der Verkaufsstelle angekommen, wird der Käse von seinem Schutzpneu befreit und gründlich gewaschen.

Ein Teil des 100-Kilo-Emmentalers werde mit Unterstützung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) an die verschiedenen Schweizer Botschaften im Ausland versendet. «So bekommen die Schweizer Vertreter in den verschiedenen Ländern ein Stück Heimat für den Gaumen», so Liebendörfer. Den anderen Teil des Riesenkäses dürfen am Ziel alle anderen probieren, die neugierig sind, wie ein gereister Schweizer Emmentaler AOP schmeckt, verspricht Liebendörfer. 

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