June 22, 2024

Im Herbst 2022 hat eine Gruppe einen Mann an einer Bushaltestelle in Winterthur angegriffen. Nun fordert die Staatsanwaltschaft Freiheitsstrafen.
Winterthur Bushaltestelle

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Fall des angezündeten Mannes von Winterthur kommt Ende Mai vor das Bezirksgericht.
  • Zwei Mitgliedern der Gruppe, die den 32-Jährigen attackierte, drohen Freiheitsstrafen.
  • Ein Neuseeländer soll für den Pfefferspray-Angriff inklusive Feuer verantwortlich sein.

Es sind brutale Szenen, die sich im Herbst 2022 an einer Winterthurer Bushaltestelle abspielten. Eine Gruppe von jungen Personen schlug auf einen Mann ein. Zudem besprühten sie ihn mit Pfefferspray und zündeten ihn an.

Nun kommt der Fall vor das Bezirksgericht Winterthur, wie der «Landbote» berichtet. Ende Mai müssen sich zwei der Täter vor der Justiz verantworten. Ihnen drohen Haftstrafen.


Winterthur Bus
Winterthur
Bezirksgericht Winterthur

Bei den beiden mutmasslichen Angreifern handelt es sich um zum Zeitpunkt der Tat 18-jährige Männer. Einer ist Schweizer, der andere Neuseeländer.

Die Staatsanwaltschaft fordert für den Schweizer eine bedingte 21-monatige Freiheitsstrafe. Dazu soll eine Geldstrafe von 1600 Franken kommen.

Ein härteres Strafmass droht dem Neuseeländer. Der junge Mann soll eine unbedingte Freiheitsstrafe von drei Jahren und zehn Monaten erhalten. Obendrauf könnte es einen Landesverweis von sieben Jahren geben.

Neuseeländer verübte Pfefferspray-Angriff

Grund für den Unterschied: Der Schweizer soll nur eine einfache Körperverletzung begangen haben. Dem Neuseeländer – zur Tatzeit ein Teenie –wird zudem wegen des Pfefferspray-Angriffs versuchte schwere Körperverletzung vorgeworfen.

Gemäss der Anklageschrift soll das angetrunkene 32-jährige Opfer den Neuseeländer im Bus provoziert haben. Auch der beschuldigte Schweizer hat sich anschliessend eingeschaltet. An der Haltestelle Waser verliessen die Involvierten den Bus.

Der Neuseeländer soll dann den 32-Jährigen mit Pfefferspray besprüht haben. Dies, während der Schweizer mit einem Holzgegenstand und Fäusten zuschlug. Der Neuseeländer zündete den Sprühnebel in der Folge an und setzte so den Kopf des Mannes in Brand. Erst als sich ein Passant einschaltete, flüchteten die Täter.

Augenzeugen konnten den Kopf des Opfers schnell löschen. Der Mann erlitt deshalb nur leichte Verletzungen.

Für die beiden Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung. Deren Verteidiger wollten sich gegenüber dem «Landboten» nicht äussern.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *