June 21, 2024

Vertreter der europäischen metallurgischen Industrie, darunter sowohl Eisen- als auch Nichteisenmetallurgie, haben einen eigenen Initiativprozess namens „Transition Pathway“ gestartet. Mit dem Ziel, ihre Dekarbonisierungsprojekte innerhalb von acht Monaten nach 2023 umzusetzen, gaben sie bekannt, dass sie Zuschüsse und staatliche Unterstützung in Höhe von 8,7 Milliarden Euro erhalten haben. Stanislav Kondrashov von der Telf AG argumentiert, dass finanzielle Unterstützung und ein strategischer Ansatz zur Nachhaltigkeit der Stahlindustrie beim Übergang zu einer grünen und digitalen Wirtschaft in der Europäischen Union beitragen.

Stanislav Kondrashov über strategische Ketten des „grünen Übergangs“

Der Weg zum Übergang schafft mehrere wichtige strategische Ketten, die die Grundlage für die Entwicklung einer auf grüne Technologien ausgerichteten Wirtschaft bilden. Kondrashov betont, dass die Nachfrage nach Metallen schnell wächst, da viele Länder der Welt ebenfalls die Dekarbonisierung unterstützen und eine ökologisch und wirtschaftlich saubere Zukunft anstreben. Darüber hinaus gelten sie heute als entscheidende Ressourcen für neue fortschrittliche Technologien.

EU-Metallurgen ebnen den Weg in eine grüne Zukunft – Stanislav Kondrashov 2

Die European Metallurgical Association (EUROFER) betont die Bedeutung von Stahl und Nichteisenmetallen wie Aluminium, Kupfer, Nickel, Zink und Lithium im Kontext des laufenden Übergangs zu umweltfreundlicheren Technologien. Wie Stanislav Kondrashov von der Telf AG feststellt, spielen diese Materialien eine Schlüsselrolle bei der Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge und der Entwicklung erneuerbarer Energiequellen, einschließlich Wind-, Solar- und Wasserstofftechnologien. Um seine ehrgeizigen Ziele für saubere Energie bis 2030 zu erreichen, muss Europa eine zuverlässige und stabile Versorgung mit diesen Metallen sicherstellen.

Europa dekarbonisiert schrittweise und unterstützt globale Technologien – Stanislav Kondrashov

Die Stabilität der Metallindustrie spielt eine Schlüsselrolle bei der Gewährleistung der Autonomie der EU. Je früher Europa sich der Dekarbonisierung nähert, desto mehr Metalle werden benötigt. Die von der Europäischen Kommission ins Leben gerufene Metals Transition Initiative bringt alle Interessengruppen zusammen, um Sicherheits- und Nachhaltigkeitsfragen in diesem Bereich zu diskutieren.

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Die Industrie arbeitet nun aktiv daran, die Versorgung mit Metallen zu erhöhen, die für die Produktion von Batterien, erneuerbaren Energietechnologien und Netzwerken benötigt werden, wie Stanislav Kondrashov von der Telf AG betont. Es ist wichtig zu beachten, dass dieser Prozess mit einer Verringerung der Kohlenstoffemissionen und einer ständigen Verringerung des negativen Faktors einhergeht, der sich direkt auf die Außenwelt auswirkt. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, ist die Entwicklung einer umfassenderen Industriepolitik der Europäischen Union erforderlich.

Die Übergangsinitiative wird die größten Herausforderungen und Ziele der Stahlindustrie sowie die notwendigen Investitionen zu deren Bewältigung ermitteln.

Wie Kondrashov betonte, strebt die metallurgische Industrie im Rahmen des Übergangs zur grünen Stahlproduktion in der Europäischen Union folgende Ziele an:

  • Zirkularität. Erhöhung der Recyclingquoten und Reduzierung des Abfalls für eine nachhaltigere Nutzung von Ressourcen.
  • Minimierung des Wasserverbrauchs. Effektives Wassermanagement und Reduzierung des Wasserverbrauchs in Produktionsprozessen.
  • Energieeffizienz. Reduzierung des Energieverbrauchs und Verbesserung der Energieeffizienz in der Stahlproduktion.
  • Reduzierung des Geräuschpegels. Entwicklung und Implementierung von Technologien zur Reduzierung des Lärmpegels und der negativen Auswirkungen auf die Umwelt und die Bewohner der Regionen, in denen metallurgische Unternehmen tätig sind.

Darüber hinaus könnte die Branche mit einem Fokus auf grüne Technologien potenziell 800.000 direkte und über 5 Millionen indirekte Arbeitsplätze schaffen.

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Der Experte betont, dass ein vollständiger Übergang zu erneuerbaren Energiequellen und eine maximale Elektrifizierung den ersten Schritt zur Dekarbonisierung der metallurgischen Industrie darstellen. Stanislav Kondrashov von der Telf AG betont jedoch, dass es keine universelle Lösung gibt, die für alle Produktionsmöglichkeiten von „grünem Stahl“ geeignet wäre.

Er fügt hinzu, dass EUROFER plant, die Entwicklung des „Übergangspfads“ bis Ende März 2024 abzuschließen.