February 21, 2024

«Wir heissen die neue alte Zürcherin zurück» – die Elefantendame Panang wird mit ihrer Familie wiedervereint. Doch sie müssen sich erst wieder aneinander gewöhnen. 

Nach 28 Jahren wird das Elefantenweibchen Panang an ihrem Geburtsort mit ihrer Mutter und Schwester wiedervereint. «Wir heissen die neue alte Zürcherin zurück in ihrer Elefantenfamilie im Zoo Zürich herzlich willkommen», freut sich Zoodirektor Severin Dressen. Die Elefantenkuh wurde aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn nach Zürich transportiert. 

Darum gehts

  • Im Zoo Zürich kehrt die Elefantenkuh Panang zurück. 

  • Sie soll dabei mit ihrer Mutter und Schwester zusammengeführt werden. 

  • Diese Wiedervereinigung geschehe in mehreren Schritten. 

  • Besucherinnen und Besucher müssen sich vorerst gedulden. 

  • Trotz Kritik wird dadurch die Elefantenzucht im Zoo Zürich erweitert. 

Panang ist zurück – die 34-jährige Elefantenkuh aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn ist am Dienstag im Zoo Zürich angekommen. Damit kehrt sie 28 Jahre später an ihren Geburtsort zurück. «Wir heissen die neue alte Zürcherin zurück in ihrer Elefantenfamilie im Zoo Zürich herzlich willkommen», freut sich Zoodirektor Severin Dressen. 

«Sie wird sich in den nächsten Tagen an die verschiedenen Anlagenteile gewöhnen und anschliessend zum ersten Mal auf ihre Mutter Ceyla-Himali und Schwester Farha treffen», schreibt der Zoo Zürich. Dazu seien zwei Münchner Tierpfleger die nächsten Wochen vor Ort, um die Eingewöhnung zu erleichtern. 

Wiedervereinigung in mehreren Schritten

Die Wiedervereinigung mit Mutter und Schwester erfolge schrittweise, so der Zoo. Die drei Elefantenweibchen werden erst über Geruch und Gehör angenähert. Anschliessend erfolge dann eine erste körperliche Kontaktaufnahme, wobei die Tiere aber noch durch einen Zaun getrennt werden. «Wenn die beiden ersten Schritte erfolgreich verlaufen, kommt es im dritten Schritt zum effektiven Zusammenlassen der drei Elefanten.»

Matriarchat soll nahtlos weitergehen

Bei Elefanten haben die Frauen das Sagen. Sie leben in Gruppen mit einer Elefantenkuh als Oberhaupt ihrer weiblichen Nachkommen. Die ausgewachsenen Bullen sind Einzelgänger und stossen nur noch zur Paarung zu den Weibchengruppen. Aktuell sei eigentlich die 48-jährige Ceyla-Himali die Chefin der Gruppe, so der Zoo Zürich. Die Familienzusammenführung finde jedoch statt, «weil die Mutter (…) schon recht alt ist und langsam auf ihr Lebensende zugeht.» Sie soll nun aber noch dafür sorgen können, dass die beiden Schwestern, die sich noch nicht kennen, gegenseitig akzeptiert werden. 

Besucherinnen und Besuchern müssen sich aber noch etwas gedulden. «Damit die Familienzusammenführung ungestört durchgeführt werden kann, finden die verschiedenen Schritte (…) unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt», schreibt der Zoo Zürich. Das Elefantenhaus werde daher in den nächsten Wochen zwischenzeitlich immer wieder geschlossen bleiben. 

Elefantenzucht unter Kritik

Generell stand die Elefantenzucht des Zoo Zürichs in den letzten Jahren unter Kritik. Innerhalb von drei Jahren starben sechs ihrer Dickhäuter. Gründe dafür waren unter anderem Herpesviren oder Fehlbildungen an Organen. «Ich bin traurig, schockiert und frustriert», liess sich Zoodirektor Dressen damals zitieren.

Obwohl Tierschützer die Zucht offen infrage stellten, hält der Zoo daran fest. Gemäss Verantwortlichen des Zoos zeigen die Elefanten in keinster Weise Anzeichen von Unwohlsein. «Im Gegenteil», so Dressen. Die extreme Langlebigkeit der Elefantenkuh Ceyla und des 2020 verstorbenen Bullen Maxi bezeugten dies. Zudem trügen europäische Zoos zum Aufbau einer vitalen Reservepopulation bei, so auch der Zoo Zürich.

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