May 28, 2024

Das Stadtspital Waid passt ab Frühling 2024 die OP-Betriebszeiten an. Künftig werden nachts keine Operationen mehr durchgeführt. Ein Personalabbau sei «kein Thema», so eine Sprecherin.

Das Stadtspital Waid stellt den 24-Stunden-OP-Betrieb ein.In der Nacht soll nur noch im Triemli operiert werden. «Nachts finden am Standort Waid nur sehr vereinzelt chirurgische Eingriffe statt», sagt Mediensprecherin Maria Rodriguez.

Darum gehts

  • Im Stadtspital Waid werden ab Frühling 2024 nachts keine Operationen mehr durchgeführt.

  • Mit der Eröffnung eines Operationssaales wird dafür die OP-Kapazität tagsüber gesteigert. 

  • Entlassungen soll es keine geben. 

Der wirtschaftliche Druck im Spitalwesen ist gross: Die St. Galler Spitäler wollen in den nächsten Monaten und Jahren 400 Stellen abbauen, die Berner Inselgruppe will nach hohem Verlust die Spitäler Tiefenau und Münsingen schliessen und in Aarau will der Interims-CEO den Ärzten die Löhne kürzen. Auch die Stadtspitäler Waid und Zürich schlossen letztes Jahr mit einem Verlust von 32,7 Millionen Franken ab. Das Stadtspital Zürich bewege sich in einem «sehr herausfordernden Umfeld», teilte der Zürcher Stadtrat Ende Mai mit. Es sei geprägt von «zunehmender Regulierung, anhaltendem Wettbewerb, steigendem Kostendruck sowie spürbarem Fachkräftemangel».

Auch beim Stadtspital Waid – für das wachsende Zürich Nord eine wichtige Anlaufstelle für die medizinische Grund- und Notfallversorgung – stehen Veränderungen an: Künftig soll der 24-Stunden-OP-Betrieb eingeschränkt werden. Maria Rodriguez, Kommunikationsverantwortliche des Stadtspitals Zürich, bestätigt entsprechende Informationen von 20 Minuten.

Erhöhung der OP-Kapazität

«Im Zuge der Optimierung unserer Operationszeiten werden wir im Frühling 2024 im Waid die OP-Betriebszeiten der Auslastung anpassen», sagt Rodriguez. Dabei würden nachts die Operationen auf den Standort Triemli konzentriert. «Nachts finden am Standort Waid nur sehr vereinzelt chirurgische Eingriffe statt.» Aus diesem Grund habe das Stadtspital Zürich entschieden, die OP-Kapazitäten in der Nacht zu reduzieren.

«Zeitgleich wird im Waid mit der Eröffnung eines weiteren Operationssaales tagsüber die OP-Kapazität gesteigert», so Rodriguez. Dies entspreche somit einem Ausbau der Operationskapazität im Waid, von dem auch Patientinnen und Patienten profitierten. Ein Personalabbau sei «kein Thema», betont die Mediensprecherin. Die Notfallstation im Waid bleibe weiterhin während 24 Stunden geöffnet. «Die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten hat im ganzen Stadtspital Zürich oberste Priorität.» 

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