April 24, 2024

In Kloten wird weiterhin gegen den Schädling vorgegangen. Ab Mai werden in der Region Fallen aufgestellt und befallene Fussballplätze abgedeckt.

Marino WalserJan Janssen

Darum gehts

  • Im Juli 2023 eröffneten Zürcher Behörden den Kampf gegen den Japankäfer in Kloten.

  • Mit Sofortmassnahmen wollte der Kanton die Ausbreitung verhindern.

  • Auch Fadenwürmer kamen zum Einsatz, die im Boden die Larven und Eier zum Absterben bringen sollen.

  • Obwohl die Verantwortlichen nicht genau wissen, wie erfolgreich die Bekämpfung bislang war, werden auch diesen Sommer weitere Massnahmen ihre Gültigkeit haben.

«Ganz Europa schaut auf Kloten. Alle schauen, ob wir den Japankäfer tilgen können», sagte Dr. Peter Kupferschmied, Leiter Fachbereich Pflanzengesundheit im Bundesamt für Landwirtschaft, im Sommer 2023. Mit allen Mitteln wurde versucht, die Ausbreitung der gefrässigen Käfer einzudämmen – von Spürhunden und Fadenwürmern bis zu Insektiziden und Bewässerungsverboten. Ob die Bekämpfung erfolgreich war, kann die Baudirektion Kanton Zürich noch nicht sagen.

Dennoch teilte das Amt am Donnerstag in einer Mitteilung mit, der Kampf gegen den Käferbefall in Kloten gehe auch 2024 weiter. Es sei nicht davon auszugehen, dass die Population bereits getilgt werden konnte. Deshalb seien auch in diesem Jahr Eingriffe notwendig.

Der Japankäfer bedroht hiesige Pflanzen.

Fallen und abgedeckte Rasen gegen Japankäfer

Um die Verbreitung der Käfer zu beschränken und überwachen, werden ab Mai in Kloten und in den umliegenden Gemeinden Überwachungsfallen aufgestellt. Ebenfalls werden die Fussballplätze der Sportanlage Stighag ab Anfang Mai bis zum Ende der Flugzeit der Käfer mit Plastikfolie abgedeckt. Dies, weil davon ausgegangen wird, dass sich im Boden der Fussballplätze Larven befinden.

Damit aber nicht genug: Werden ab Beginn der Flugzeit im Frühsommer Käfer in den Überwachungsfallen gefunden, werde erneut ein Bewässerungsverbot für Rasen und Grünflächen im Befallsherd notwendig sein.

Tilgung durch Lockflächen und Giftnetze

Mit einer extra angelegten, regelmässig bewässerten Wiese sollen die feuchtigkeitsliebenden Käfer angelockt werden. Im Herbst wird die Wiese dann mehrfach bearbeitet und mit Fadenwürmern behandelt, um die Japankäfer zu tilgen, teilt die Zürcher Baudirektion weiter mit. Zusätzlich sollen mit Insektizid behandelte Netze die herumfliegenden Käfer einfangen.

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