April 12, 2024

Wegen Bauarbeiten vor dem Konzertlokal «Lebewohlfabrik» ist das Gebäude möglicherweise einsturzgefährdet. Laut dem städtischen Tiefbauamt kam es während der Bauarbeiten zu Problemen.

Marino WalserJan Janssen

Darum gehts

  • Vor der Eventlocation Lebewohlfabrik fanden Bauarbeiten statt.

  • Das Konzertlokal hat sich deshalb um zwei Millimeter gesenkt.

  • Möglicherweise ist das Gebäude nun einsturzgefährdet.

  • Die Verantwortlichen der Lebewohlfabrik mussten kurzerhand alle Konzerte absagen.

Mehrere Medienmitteilungen des Konzertlokals Lebewohlfabrik gelangten während der letzten drei Tage an die Redaktion von 20 Minuten. Darin mussten die Verantwortlichen der Eventlocation mehrmals verkünden, dass bevorstehende Konzerte abgesagt werden müssen. 

Am Freitagnachmittag erläuterten die Verantwortlichen des Kulturlokals dann den Grund für die Konzertabsagen: «Durch die Bauarbeiten mit dem tiefen Graben vor der Lebewohlfabrik hat sich unser Konzertlokal um zwei Millimeter gesenkt», heisst es in einer weiteren Medienmitteilung der Eventlocation. 

Gebäude möglicherweise einsturzgefährdet

Evelyne Richiger, Kommunikationsbeauftragte des Tiefbauamts Zürich, bestätigt gegenüber 20 Minuten, dass es zu Problemen während der Bauarbeiten gekommen ist: «Momentan finden vor dem Gebäude Werkleitungsarbeiten statt. Dabei stellte man fest, dass sich das Gebäude gesenkt hat», so Richiger. In der Folge entschied man sich bei der Stadt, eine Überwachung des Gebäudes in Auftrag zu geben. «Dabei fand man heraus, dass sich das Gebäude weiter gesenkt hat», sagt Richiger weiter.

Die abgesagten Konzerte werden laut den Verantwortlichen der Lebewohlfabrik nachgeholt.

Aufgrund des Schadens kann die Stadt die Betriebssicherheit des Konzertlokals nicht gewährleisten. Das Gebäude sei nicht einsturzgefährdet. «Dennoch will man aufseiten der Stadt ganz sichergehen. Darum wird das Gebäude nun zusammen mit einem Ingenieurbüro umfassend geprüft», sagt Richiger.

Laut Richiger wurden seit Baubeginn an verschiedenen Orten Messpunkte eingerichtet. «Weitere Setzungen sind uns nicht bekannt», beruhigt Richiger. Der schwierige Baugrund rund um den See – die sogenannte Seekreide – spiele bei der Setzung der Lebewohlfabrik aber sicher eine Rolle.

Wie hoch die Kosten für den entstandenen Schaden sind, weiss man aufseiten des Tiefbauamts aktuell noch nicht. «Aktuell gehen wir aber davon aus, dass die Versicherung für den Schaden aufkommen wird», so Richiger abschliessend.

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Konzerte sollen nachgeholt werden

Die Verantwortlichen der Lebewohlfabrik entschuldigen sich in der Medienmitteilung von Freitagnachmittag bei ihren Gästen: «Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.» 

Wie genau es weitergeht, weiss das Team der Eventlocation aber nicht. «Die abgesagten Konzerte werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Wir hoffen, dass unser Konzertbetrieb ab übernächster Woche wieder normal weitergeführt werden kann», heisst es in der Medienmitteilung abschliessend.

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