May 28, 2024

Am Sonntag flüchtete ein 14-Jähriger auf einem Motorrad vor einer Polizeikontrolle und stürzte. Er starb, seine Mitfahrerin (15) wurde schwer verletzt. Anwohner sind bestürzt.

Peter Vock (59) ist bestürzt: «Das ist ein tragischer Vorfall, es waren ja noch Kinder.»Ein Grossaufgebot der Kantonspolizei war am Sonntagmorgen vor Ort.Der 14-Jährige flüchtete vor einer Polizeikontrolle auf dem Parkplatz Feldermoos.

Darum gehts

  • Tragischer Unfall in Uitikon Waldegg ZH: Ein 14-Jähriger stirbt nach einem Verkehrsunfall.

  • Er und seine 15-jährige Beifahrerin flüchteten auf einem Motorrad vor einer Polizeikontrolle.

Verhängnisvolle Flucht vor einer Polizeikontrolle: Ein 14-Jähriger auf einem Motorrad flüchtete am frühen Sonntagmorgen vor einer Kontrolle der Kantonspolizei Zürich auf dem Parkplatz Feldermoos in Uitikon Waldegg ZH. Zunächst bremste der Jugendliche noch ab, dann beschleunigte er laut Polizeiangaben «massiv» und entfernte sich mit hoher Geschwindigkeit von der Polizeistelle. Nur hundert Meter später verunfallt er heftig – das Motorrad kommt im Treppenabgang eines Gartenrestaurants zum Stillstand. Der Lenker erliegt später im Spital seinen schweren Verletzungen, seine 15-jährige Mitfahrerin wurde schwer verletzt.

Diverse Anwohner berichteten, dass sie frühmorgens ein Grossaufgebot an Polizei und Feuerwehr vor Ort gesehen und gehört hätten. «Ich habe ein lautes Geräusch gehört, ich dachte mir, dass es wohl ein Unfall war», sagte ein weiterer Anwohner. Sein Nachbar erzählt, dass seine Mutter kurz nach dem Unfall mit dem Hund spazieren war. «Sie sagte mir, dass es auf der Strasse ziemlich viel Blut hatte.»

«So etwas geht einem nahe» 

Der Uitiker Peter Vock (59) war kurz nach dem Vorfall beim Unfallort. Er ist betroffen: «Das ist ein tragischer Vorfall, es waren ja noch Kinder.» Vor allem für die Angehörigen tue es ihm leid. «Es war wohl jugendlicher Leichtsinn, er hatte wohl eine Spritztour gemacht und falsch reagiert. Es ist einfach eine Katastrophe.» Wegen diesem einen Fehler habe er nun mit dem Leben büssen müssen. «Der Junge hatte sicher einen Hunderter drauf, einen Tunnelblick und vielleicht auch falsch gebremst.» 

Er sei selbst passionierter Töfffahrer, sagt Vock. «Ein 14-Jähriger hätte niemals mit einer solch starken Maschine unterwegs sein dürfen.» Er hoffe jetzt aber, dass es der Beifahrerin den Umständen entsprechend bald besser geht. «Ich habe selbst ein Kind, so etwas geht einem natürlich sehr nahe.» Er betont, dass es wichtig sei, bei einer Polizeikontrolle richtig zu reagieren: «Egal, was man ausgefressen hat – man muss einfach anhalten, sonst kommt es noch viel schlimmer.» 

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