July 25, 2024

Die beliebte Pizzeria San Gennaro ist unerwartet nach Schlieren umgezogen. Am alten Standort öffnet eine neue Pizzeria – mit dem alten Team.

Am ehemaligen Standort der Pizzeria San Gennaro befindet sich seit Oktober die Pizzeria Da Pone.Das Konzept bleibt im Da Pone dem des Vorgängers nah. Es scheint, als habe sich nebst dem Namen einzig der neue Anstrich geändert.Pizzaiolo – und Namensgeber – Francesco Pone und Geschäftsführer Marco Rampinelli leiten das neue Restaurant. Auch ein grosser Teil des alten Teams ist geblieben.

Darum gehts

  • Die gehypte Pizzeria San Gennaro von Wirt Andrea Giancane ist aus Wipkingen nach Schlieren umgezogen.

  • Am alten Standort entsteht mit dem Da Pone eine neue Pizzeria im alten Stil. Mit dabei – ein grosser Teil des alten Teams.

  • Hinter dem Wechsel scheint ein Zerwürfnis zwischen dem Inhaber des San Gennaro und Marco Rampinelli – dem Geschäftsführer des neuen Da Pone – zu stecken.

Der Restaurantführer Gault-Millau beschrieb es schon kurz nach der Eröffnung 2018 als «die beste Pizza in der Stadt Zürich»: Das San Gennaro in Wipkingen war im Quartier – und ganz Zürich – beliebt und angesehen. Im Jahr 2023 erreichte die Pizzeria gar den 24. Platz auf der Liste der Top 50 Pizzerien Europas. Ende September zog die Pizzeria aber Hals über Kopf nach Schlieren um.

Der Umzug kam für viele überraschend: Die Tische im Restaurant waren stets gefüllt, die qualitativ hochwertigen Pizzen im neapolitanischen Stil kamen gut an – auch weil Inhaber Andrea Giancane seine Pizzaiolos direkt aus der Region Neapel rekrutierte. Erst in den letzten Monaten häufte sich die Kritik aufgrund der Preispolitik des Lokals: So kostete etwa eine Pizza mit rotem Thunfisch plötzlich 38 Franken. 

Lokal als «Da Pone» neu eröffnet

In den Räumlichkeiten des ehemaligen San Gennaro gibts aber immer noch Pizza: Marco Rampinelli, der ehemalige Mitarbeiter von Giancane, hat mit dem italienischen Pizzaiolo Francesco Pone das Lokal als «Da Pone» wiedereröffnet – mit fast der gleichen Karte wie zuvor. Pone und Rampinelli sind derweil nicht die einzigen aus dem alten Team, die geblieben sind. «Dass praktisch das ganze Team bei uns arbeiten will, sagt schon einiges aus», sagt der neue Geschäftsführer Rampinelli.

Auch das Konzept bleibt im Da Pone dem des Vorgängers nah. Erneut soll die «verace pizza napoletana» mit dem luftig-dicken Boden und den hochwertigen Zutaten überzeugen. Neben dem Namen deutet einzig der neue weisse Anstrich auf den Inhaberwechsel hin.

Bruch zwischen Mitarbeiter und Chef 

Ursprünglich sah der Plan aber anders aus: Als das Mietobjekt von der Eigentümerin Gallo Immobilien AG neu zur Pacht ausgeschrieben wurde, wollte der damals bei Giancane angestellte Rampinelli die Pacht für seinen Chef erwerben. Weil er den Vertrag laut eigenen Aussagen aber nicht überschreiben konnte, sei es zum Streit mit dem Chef gekommen. 

Ein weiterer Grund für das Zerwürfnis sollen die unterschiedlichen Ansichten zum Führungsstil gewesen sein, berichtet der «Tages-Anzeiger». Rampinelli findet: «Du musst die Mitarbeitenden pflegen und auch mal über die Festtage schliessen.» Zu Giancanes Ansichten möchte er sich nicht äussern. Auch Giancane selbst äusserte sich bisher nicht zu den Hintergründen. 20 Minuten konnte den San-Gennaro-Geschäftsführer nicht sprechen.

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