July 25, 2024

Hausfassaden, Geländer oder Plexiglasscheiben – Profi-Schlagzeuger Julian Sartorius sucht schweizweit den besten Klang für sein neues Album. In Zürich hat er nun den Favoriten gefunden. 

Profi-Schlagzeuger Julain Sartorius sucht überall nach dem besten Sound. Auf Wanderungen quer durch die Schweiz sucht er nach den besten Klängen für mögliche Alben. «Ich habe angefangen, auf allem herum zu trommeln, was ich finden konnte», sagt Sartorius.

Darum gehts

  • Ein Industriegebäude in Zürich sei der absolute «Knaller», sagt Julian Sartorius, Profi-Schlagzeuger und Dozent an der Musikhochschule Luzern. «Es klingt wie eine Art von Laser-Pistolen.» 

  • Seit über zehn Jahren sucht er in der ganzen Schweiz nach den besten Klängen. 

  • Bei Spaziergängen hat er deswegen immer seine Drumsticks dabei und trommelt auf allen möglichen Materialien, Gebäuden und Strukturen herum. 

  • «Solange du etwas nicht anschlägst, weisst du nicht, wie es genau klingt», sagt Sartorius. 

  • Aus den besten Klängen produziert er Musik-Alben und glaubt, dass künftig auch Radiosongs mit Naturklängen entstehen könnten. 

Ob quer durch den Jura von Basel nach Genf oder auf einem Walliser 4000er – Profi-Schlagzeuger Julian Sartorius sucht in der ganzen Schweiz nach dem besten Sound. «Ich liebe das Schlagzeug, aber wollte dessen klangliche Möglichkeiten erweitern», sagt Sartorius, der nebst seiner Konzert-Tätigkeit an der Musikhochschule Luzern im Bereich Schlagzeug und Improvisation doziert. Deshalb habe er angefangen, überall nach neuen Sounds zu suchen.

«Ich habe begonnen, auf allem herum zu trommeln, was ich finden konnte», so Sartorius. «Zuerst habe ich noch in Do-it-yourself Läden alle möglichen Gegenstände gekauft, um damit am Schlagzeug herum zu experimentieren», so der Drummer. «Doch da ging noch mehr.» Seit über zehn Jahren laufe er deshalb quer durch zahlreiche Schweizer Städte, gehe auf wochenlange Wanderungen und sogar ins Gebirge – alles auf der Suche nach dem besten Klang.  

«Klingt wie eine Laser-Pistole aus Science-Fiction-Filmen»

«Die Möglichkeiten sind unendlich», so der Drummer. «Beim Ton gibt es keine Vorurteile. Solange du etwas nicht anschlägst, weisst du nicht, wie es genau klingt.» Dabei suche er jeweils nicht nach einem bestimmten Sound, sondern lässt sich überraschen. 

Sein bisheriges Highlight: ein Industriegebäude mitten in Zürich. «Das Gebäude ist der Knaller. Es klingt wie eine Art von Laser-Pistole, die man aus Science-Fiction-Filmen kennt – ich konnte es kaum fassen.» Entdeckt habe er dieses zufällig auf einem seiner «Hidden Track Soundwalks», einem Klangspaziergang, bei dem Gruppen auf Buchung seine Perkussion live mitverfolgen können. 

«Mischungen aus Natursounds und Gesang könnten zu Radiosongs werden»

Sartorius selbst ist Solokünstler, tourt aber auch mit unterschiedlichsten Bands auf der ganzen Welt. Seine gefundenen Lieblingsklänge verarbeitet er auf eigenen Alben. «Ich kann mir total gut vorstellen, dass Mischungen aus Natursounds und Gesang zu Radiosongs werden könnte. Es wäre auf jeden Fall ein spannendes Projekt.» Im März 2024 soll sein neues Album «Hidden Tracks: Domodossola – Weissmies» erscheinen.

Nebst Klangspaziergängen werde er mit seinem «Outdoor-Drumming» zudem gebucht, um Kunstwerke zu bespielen und Gebäude einzuweihen. 

Trommelst du auch regelmässig? 

Ja, ständig, denn ich spiele Schlagzeug. Ja, aber nur mit den Fingern oder Stiften auf irgendwelchen Gegenständen.Naja, vielleicht ganz selten, wenn ich warten muss. Nein, ich trommle nie.Keine Angabe.

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