February 25, 2024

In einer Volksinitiative fordert der Verein Fair in Air eine Revision des Flughafengesetzes. Bewilligte Nachtflüge sollen auf einer Internetplattform begründet werden.

Eine Volksinitiative fordert, dass die Gründe von bewilligten Nachtflügen künftig öffentlich kommuniziert werden. 

Darum gehts: 

  • Eine Volksinitiative fordert eine Revision des Flughafengesetzes. 

  • Die Gründe für die bewilligten Flüge zur Sperrzeit sollen künftig im Internet kommuniziert werden. 

  • Die Unterschriftensammlung beginnt am 15. Oktober.

Der Verein Fair in Air hat zusammen mit anderen Bürgerorganisationen eine Volksinitiative zur Flughafen-Nachtruhe lanciert. In der Medienmitteilung schreiben die Initianten, dass die im Flughafengesetz verankerte siebenstündige Nachtruhe «seit Jahren» ignoriert werde, «ohne dass die Behörden eingreifen.» Gemäss Flughafenbericht 2021, also noch während der Corona-Pandemie, fanden 643 Flüge nach 23 Uhr statt.

Überlastung eindämmen

Laut Urs Dietschi, Vorstand von Fair in Air, begründet die Regierung auf Nachfrage die Flüge nach 23 Uhr nicht. Es heisse jeweils nur, dass der Flug bewilligt sei. Die Initiative fordere deshalb eine Revision des Flughafengesetzes. Neu soll eine Internetseite geschaffen werden, auf der die in der Sperrzeit stattgefundenen Flüge erfasst und schriftlich begründet werden. Zudem soll man bei Zuwiderhandlung beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) Anzeige gegen den Flughafen Zürich erstatten können.

Gemäss Dietschi könnten so Flüge, die aufgrund von Überlastung während der Sperrzeit in Zürich abheben, nicht mehr starten. «Zur Überlastung kommt es nämlich nur, weil der Flughafen Zürich seine Kapazität immer mehr und mehr erhöht und vor allem gegen Betriebsende zu viele Flüge hat», so Dietschi. Angesichts des Klimas und des Lärmschutzes müsse da entgegengewirkt werden.

Die Unterschriftensammlung beginnt am 15. Oktober. Damit es zur Volksabstimmung kommen kann, müssen bis im April nächsten Jahres insgesamt 6000 Unterschriften zusammenkommen.

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