February 29, 2024

Seit gestern Abend hängt ein Plakat an der Uni Zürich, das bei jüdischen Studierendenverbänden für Angst und Schrecken sorgt.

Seit gestern Abend hängt an verschiedenen Orten an der Universität Zürich ein Plakat, das zu einer Pro-Hamas-Kundgebung an der ETH und Universität Zürich auffordert.

Darum gehts

  • Seit gestern hängen bei der Universität Plakate, die zu einer Pro-Hamas-Kundgebung aufrufen.

  • Der Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund SIG hat Kenntnis von den Plakaten.

  • Bereits am frühen Donnerstagmorgen hat der SIG bei der Uni Zürich interveniert.

«Solidarität mit Palästina – Intifada bis zum Sieg» steht auf einem Plakat geschrieben, das gestern an verschiedenen Stellen bei der Universität Zürich aufgehängt wurde. Übersetzt bedeutet Intifada, dass sich Personen für den Aufstand gegen Israel erheben sollen. Auch Whatsapp-Chats unter den Studierenden sollen im Umlauf sein.

Damit unterstützt eine bislang noch unbekannte Gruppe offensichtlich den aktuellen Terror gegen Israel. Geplant ist laut einem Schreiben, das 20 Minuten vorliegt, dass heute Abend um 18 Uhr auf dem Gelände der ETH und anschliessend in den Räumen der Universität Zürich eine «Solidaritätsbekundung für Palästina» stattfinden soll.

SIG hat bereits heute morgen interveniert

Mehrere Stellen bestätigen die Echtheit des Plakats. Auf Anfrage beim Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund SIG sagt Generalsekretär Jonathan Kreutner, dass man bereits am frühen Donnerstagmorgen bei der Uni Zürich interveniert habe. «Wir gehen davon aus, dass diese Veranstaltung nicht stattfinden wird. Alles andere wäre undenkbar für uns.»

Eine jüdische Studentin, die nicht namentlich genannt werden will, ist über die Plakate erschüttert. «Es ist kein Aufruf zu einer Kundgebung, sondern ein Aufruf zur Gewalt und Krieg. Ich bin überrascht und schockiert, dass ein solches Denken an der Universität besteht», sagt die 21-Jährige und fügt hinzu: «Studentinnen und Studenten haben Angst, an die Uni zu gehen, wenn sie wissen, dass es dort Personen gibt, die sich klar gegen die Existenz von Jüdinnen und Juden sowie Israel positionieren.»

Sie und auch Freunde von ihr leben aufgrund verschiedener Aufrufe durch die Hamas auch in Zürich in Angst. Antisemitismus sei auch hier allgegenwärtig. «Ich habe meinen Grosseltern geraten, sich morgen von grossen Menschenmengen fernzuhalten und die Synagoge nicht zu besuchen», so die Studentin der Universität Zürich weiter.

Aktuell äussert sich die Uni Zürich nicht zu den Plakaten – interne Abklärungen seien aber im Gange, so ein Sprecher der Uni Zürich.

Update folgt …

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