May 28, 2024

Ein Mann aus dem Kanton Aargau muss fast 1000 Franken bezahlen. Er hatte zu spät gemeldet, dass er mit einem Wildtier kollidiert war.

Darum gehts

  • Auf dem Weg zur Arbeit fuhr ein Aargauer ein Tier an, mutmasslich einen Dachs.

  • Gegenüber der Polizei gab er an, er habe zuerst gedacht, er sei mit einem Stein kollidiert.

  • Nun muss er eine Busse und Gebühren in der Höhe von insgesamt 982 Franken bezahlen.

Es war kurz nach sechs Uhr morgens an einem Novembertag 2023, als ein Mann aus dem Kanton Aargau mit seinem Auto auf dem Weg zur Arbeit war. Kurz nach dem Ortsausgang von Seengen AG sah er, dass ein Auto ihn überholen wollte. Er wich ein wenig gegen den rechten Rand der Fahrbahn aus, um mehr Platz zu lassen.

Die Tierhaare am Vorderreifen bemerkte er erst am Abend

Dabei spürte er einen Schlag an seinem Auto. Später sagte er der Polizei, er habe gedacht, es habe sich dabei um einen Stein gehandelt. Weil er ein weiteres Auto hinter sich hatte, entschied er sich dagegen, anzuhalten, und fuhr knapp eineinhalb Kilometer bis Egliswil AG weiter.

Dort stellte er fest, dass eine Nebellampe herausgerissen war. Er machte sie wieder fest und ging arbeiten. Erst am Abend, als er wieder zu Hause war, realisierte er, dass am Vorderreifen zwischen Felge und Reifen Tierhaare eingeklemmt waren.

Der Mann hatte mit seinem Auto keinen Stein getroffen, sondern – mutmasslich – einen Dachs.

Der Mann kollidierte wahrscheinlich mit einem Dachs. (Symbolbild)

Rund 1000 Franken zu bezahlen

Nun wurde der Mann von der Aargauer Staatsanwaltschaft per Strafbefehl zu einer Busse von 400 Franken verurteilt, dazu muss er noch Gebühren und Auslagen von 582 Franken (total 982 Franken) bezahlen.

Er habe es vorsätzlich (das heisst mit Wissen und Willen) bei entstandenem Sachschaden unterlassen, die Polizei zu verständigen. Damit hat er sich laut Staatsanwaltschaft schuldig gemacht und zwar des «Nichtgenügens der Meldepflicht bei entstandenem Sachschaden».

Spätestens am Abend, als er merkte, dass er mit einem Tier kollidiert war, hätte er die Polizei oder einen Jagdaufseher informieren müssen. Er meldete die Kollision allerdings trotzdem noch, allerdings erst drei Tage später, bei der Regionalpolizei Lenzburg.

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