July 27, 2024

Im Zusammenhang mit Raserdelikten hat die Stadtpolizei Zürich mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt und vier Männer verhaftet. 

Insgesamt werden den Beschuldigten über 20 Strassenverkehrsdelikte vorgeworfen.

Darum gehts

  • Wer die signalisierte Höchstgeschwindigkeit massiv missachtet oder an einem illegalen Autorennen teilnimmt, gilt als Raser oder als Raserin.

  • Waghalsige Überholmanöver, das Driften auf öffentlichen Strassen und sogenannte «Burnouts» gelten ebenfalls als Raserdelikte.

  • Dabei ist nicht entscheidend, ob es zu einem Unfall kommt. 

  • Raser müssen mit einem Jahr Freiheitsstrafe, einem zweijährigen Führerausweisentzug und einer Beschlagnahmung des Fahrzeugs rechnen.

  • Hinzu kommen der Eintrag ins Strafregister und hohe Kosten für Busse, Verfahrenskosten und Fahrzeugsicherstellung.

Seit dem Frühjahr 2023 tätigten Spezialisten der Stadtpolizei Zürich umfangreiche Ermittlungen wegen des Verdachts auf diverse Raserdelikte. Letzte Woche führte die Stadtpolizei Zürich im Auftrag der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis mehrere Hausdurchsuchungen durch. Dabei wurden vier Männer im Alter zwischen 22 und 34 Jahren mit Wohnsitz im Kanton Zürich verhaftet. Es handelt sich um drei Schweizer und einen polnischen Staatsangehörigen.

Insgesamt werden den Beschuldigten über 20 Strassenverkehrsdelikte vorgeworfen. Dabei handelt es sich teilweise um waghalsige Driftmanöver, bei denen es zum Teil beinahe zu Kollisionen mit Unbeteiligten kam. Die hochmotorisierten Fahrzeuge verfügten über Leistungen bis zu 555 PS. Weiter werden den Beschuldigten verschiedene waghalsige Manöver auf Motorrädern vorgeworfen. Unter anderem lenkte ein Fahrer sein Motorrad mehrfach auf dem Rücken liegend mit den Füssen.

Führerausweise entzogen

Die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis hat gegen die vier Personen Strafverfahren wegen verschiedener Raserdelikte eröffnet. Die Führerausweise der Männer wurden durch die Stadtpolizei Zürich, zuhanden des Strassenverkehrsamts Zürich, abgenommen. Die Beschuldigten sind geständig und wurden inzwischen wieder aus der Haft entlassen. Bis zu einem rechtskräftigen Verfahrensabschluss gilt die Unschuldsvermutung. 

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