February 21, 2024

Der ukrainische Sänger Artem Pivovarov soll Anfang Dezember im Kanzlei Club in Zürich zwei Konzerte geben. Im Juni wurde ein Konzert des Sängers im Zürcher Club Dynamo abgesagt.

Artem Pivovarov tritt jetzt doch in Zürich auf.Nach Rechtsextremismus-Vorwürfen wurde der Auftritt im Dynamo Club in Zürich abgesagt.Am 4. und 5. Dezember wird er im Kanzlei Club auftreten.

Darum gehts

  • Im Juni wurde ein Konzert des ukrainischen Sängers Artem Pivovarov im Zürcher Club Dynamo wegen Rechtsextremismus-Vorwürfen abgesagt.

  • Auch in Schlieren war der Sänger nicht willkommen.

  • Nun tritt er doch noch in Zürich auf. 

  • Am 4. und 5. Dezember wird er im Kanzlei Club auftreten.

Bereits im Juni wollte der ukrainische Sänger Artem Pivovarov im Dynamo Zürich ein Konzert geben. Nach anonymen Hinweisen auf Verbindungen zu Personen mit rechtsextremistischem Gedankengut hat die Stadt Zürich den Anlass gecancelt. «Es gibt Hinweise, die darauf hindeuten, dass Pivovarov Gruppen nahestehe, die rechtsextremes Gedankengut gutheissen», sagte damals Julia Köpfli, stellvertretende Mediensprecherin der Sozialen Dienste Zürich.

Nun soll Pivovarov am 4. und 5. Dezember im Kanzlei Club auftreten. Das geht aus dem Programm des Clubs hervor. Der Sänger selbst teilte in den letzten Tagen die Daten der geplanten Konzerte auf seinem Instagram-Account. 

Sänger äusserte sich im Nachhinein

Nachdem damals das geplante Konzert im Zürcher Jugendkulturhaus Dynamo abgesagt worden war, versuchte Pivovarov kurzerhand, im Schlieremer Lokal Salmen aufzutreten. Aber auch dieser Plan scheiterte. Pivovarov äusserte sich danach gegenüber 20 Minuten, dass die Anschuldigungen «Nonsense» seien. «Die Anschuldigungen treffen nicht zu. Ich bin nur ein Künstler, der Musik machen will. Ich bin sehr erstaunt über die Vorwürfe. Ich stehe genau für das Gegenteil, ich bin gegen jegliche rechtsradikale Ideologie», so der Sänger damals. 

Das Geld, welches durch das Konzert hätte generiert werden sollen, wäre laut Pivovarov der humanitären Hilfe oder Fahrzeugen zugutegekommen. Anfang Juni sagte Pivovarov abschliessend gegenüber 20 Minuten: «Ich hoffe dennoch, dass das Konzert im Herbst stattfinden kann. Dann wird jeder erkennen, dass es meine Mission ist, Liebe zu teilen und nicht Aggression.»

«Kontroversen hatten keinen Einfluss»

Auf die Rechtsextremismus-Vorwürfe und die Vorgeschichte mit dem Dynamo angesprochen sagt ein Verantwortlicher des Kanzlei Clubs: «Da sich der Künstler klar von den Vorwürfen distanziert hat, erlaubten wir dem Veranstalter, die Konzerte durchzuführen.» Weiter betont er aber auch, dass die Kanzlei nicht selbst Veranstalter ist.

Als Veranstalter ist die Firma «Renggli’s Events & more» in Spreitenbach angegeben. Auf Anfrage von 20 Minuten gab diese bekannt, die Vorwürfe zu kennen. Dennoch wolle man der Verpflichtung gegenüber dem Künstler und den Besuchenden nachkommen. «Die Kontroversen hatten keinen Einfluss auf die Vermarktung.» Weiter verweisen sie darauf, dass der Künstler sich bewusst von den Vorwürfen distanziert habe.

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