February 29, 2024

Der nächtliche Wasserverbrauch stieg in Schmiedrued AG in den letzten Wochen stark an. Die Behörden standen vor einem Rätsel. Nun wurden die Schuldigen gefunden.

Über Tage flossen in der Aargauer Gemeinde Schmiedrued Dutzende Kubikmeter Wasser ab.Nun wurde das Rätsel gelöst.

Darum gehts

  • Ein überdurchschnittlich hoher nächtlicher Wasserverbrauch war für die Behörden der Gemeinde Schmiedrued AG unerklärlich. 

  • Pro Stunde flossen durchschnittlich zwei Kubikmeter Wasser ab. 

  • Der Brunnenmeister der Gemeinde, Stephan Hunziker, prüfte die Leitungen, doch konnte kein Leck entdecken. 

  • Nun wurde das Rätsel gelöst. 

  • Nach einem Bericht im örtlichen Dorfblatt meldeten sich die betroffenen Personen.

Ein mysteriöser Wasserverbrauch stellte die Behörden der Aargauer Gemeinde Schmiedrued vor ein Rätsel. Wie die «Aargauer Zeitung» am Dienstag berichtete, verzeichnet das Dorf seit einigen Wochen einen überdurchschnittlich hohen nächtlichen Verbrauch. 

Der Brunnenmeister der Gemeinde, Stephan Hunziker, habe beim Überprüfen der Leitungen im öffentlichen Netz kein Leck feststellen können. Dennoch sei das örtliche Reservoir in den letzten Wochen nur selten voll gewesen. «Nachts fliesst immer mehr Wasser, und wir wissen nicht, wohin», sagte Hunziker gegenüber der Zeitung.

Privathaushalte unter Verdacht

Im Schnitt seien pro Stunde zwei Kubikmeter Wasser abgeflossen, so Hunziker. Der Verbrauch habe geschwankt. «Sonntagnacht wurden von Mitternacht bis ein Uhr zehn Kubikmeter verbraucht, von ein Uhr bis zwei Uhr ging es zurück auf sechs Kubikmeter.» Seit neuem falle der Verbrauch nur noch selten unter vier Kubikmeter. 

Das nächtliche Bewässern von Pflanzen und Gärten oder ein Auffüllen des Swimmingpools schloss er aus. Angemeldete Grossbezüge habe es laut Brunnenmeister keine gegeben. Im Verdacht stünde deshalb ein privater Verbraucher. Rinnende WC-Spülungen oder ein defekter Boiler in Privathaushalten seien die naheliegende Erklärung. Hunziker appellierte deshalb an die Einwohner, zu Hause zu prüfen, ob ein Leck vorliege, und sparsam mit dem Wasser umzugehen. 

Das Rätsel wurde gelöst

Inzwischen habe die Gemeinde das Rätsel rund um den mysteriösen Wasserverbrauch lösen können: «Eine Person hat den Gartenschlauch offengelassen, und bei einem anderen Haushalt hat der Hausanschluss geronnen», gab Hunziker gegenüber dem «Blick» bekannt. Die betroffenen Personen hätten sich selbstständig bei der Gemeinde gemeldet, nachdem sie im Dorfblatt vom ungeklärten Wasserverbrauch erfuhren. 

Wie viel Wasser insgesamt verloren ging, sei nur schwer zu beziffern, sagte Hunziker. Es dürfte sich dabei aber täglich um mehrere Dutzend Kubikmeter handeln. Das Rätsel von Schmiedrued ist kein Einzelfall. In der Berner Gemeinde Wimmis verschwanden diesen Sommer innert elf Stunden rund 660’000 Liter Wasser. Ein Grund dafür wurde bislang nicht gefunden. 

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