May 28, 2024

Da sich die Anzahl Schulkinder dynamischer als vorhergesehen entwickelt hat, will die Stadt nun für 5,5 Millionen Franken gemietete Räume in einem Bürogebäude nebenan umbauen.

Darum gehts

  • Das Schulhaus Pfingstweid wurde erst 2019 für knapp 30 Millionen Franken errichtet. Nun platzt es aus allen Nähten.

  • Deswegen will die Stadt nun für jährlich rund 450'000 Franken Büroräume nebenan mieten und für 5,5 Millionen für den Unterricht umbauen.

  • Eine Aufstockung des Schulhauses könnte frühstens 2023 realisiert werden. Abhilfe soll das geplante Schulhaus auf dem Hardturm-Areal schaffen.

Seit 2019 steht das neue Pfingstweid-Schulhaus. Ein moderner Bau für knapp 30 Millionen Franken, mit viel Holz und Platz für neun Schulklassen. Bloss vier Jahre später stellt sich der Neubau allerdings bereits wieder als zu klein heraus. Dies hat finanziell schwere Folgen.

Für rund 5,5 Millionen Franken will die Stadt deswegen nun in einem Bürogebäude nebenan Räume für den Schulunterricht umbauen, wie das Hochbaudepartement der Stadt Zürich vergangene Woche mitteilte.

Gemeinsam mit Räumen für den Kindergarten – der sich bereits 2021 als zu klein herausstellte – belaufen sich die zusätzlichen Mietkosten dann auf jährlich 700'000 Franken.

Für rund 5,5 Millionen Franken will die Stadt deswegen nun in diesem Bürogebäude nebenan Räume für den Schulunterricht umbauen.

Mietkosten seien angemessen

Die Ursache liege in der dynamischen Entwicklung der Schüleranzahl im Einzugsgebiet der Schule. Dank dieser kurzfristigen Kapazitätserhöhung könne die Schulhausanlage Pfingstweid entlastet werden.

Die Mietkosten für die Räume im Bürogebäude halte die Stadt für angemessen, wie Daniel Bekcic, Sprecher im Hochbaudepartement, gegenüber dem «Tages-Anzeiger» erzählt.

Planung bereits grosszügig

Von einer Fehlplanung will die Stadt aber nichts wissen. «Die Schule Pfingstweid wurde für neun Klassen gebaut und fiel damit angesichts des in der Planung eruierten damaligen Raumbedarfs von sechs bis sieben Klassen grosszügig aus», so Bekcic.

Hat die Stadt deiner Meinung nach falsch geplant?

Anders sieht das der SVP-Gemeinderat Stefan Urech, der klar von einer Fehlplanung spricht. Auch aus der AL kommt Kritik, da das Bürogebäude nicht gut an den Pausenplatz angeschlossen sei. Gemässigter sehen dies Exponenten der SP und der FDP. Diese zeigen Verständnis für die kurzfristige Lösung.

Abhilfe auf dem Hardturm-Areal

Für mehr Platz in dem Schulhaus wird aktuell eine Aufstockung des Schulhauses geprüft. Wie Bekcic dem «Tages-Anzeiger» berichtet, könnte diese aufgrund der notwendigen Schritte allerdings frühestens 2030 realisiert werden.

Eine Aufstockung des Schulhauses, die Platz schaffen könnte, wäre frühestens 2030 realisierbar.

Längerfristig zusätzlicher Schulraum in Zürich‑West solle aber die Inbetriebnahme einer geplanten Schulhausanlage auf dem Hardturm‑Areal schaffen, schreibt das Hochbaudepartement. «Danach können die Flächen zurückgegeben oder einer anderen Nutzung zugeführt werden.»

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