April 12, 2024

Kiosk-Besitzer Paskaran Kumarasamy (61) wurde in der Nacht auf Montag überfallen. Er habe Todesangst gehabt, erzählt er. Es war bereits der dritte Überfall auf ihn.

Darum gehts

  • In der Nacht auf Montag wurde der Kiosk von Paskaran Kumarasamy (61) überfallen.

  • Die Täter kamen bewaffnet und hielten ihm eine Pistole auf die Brust.

  • Der Kiosk-Besitzer hatte Todesangst.

  • Einer der Täter vergass am Ende seine Waffe auf dem Tresen.

Paskaran Kumarasamy (61) hat schon einiges erlebt: Dreimal wurde in seinen Kiosk in Zürich-Leimbach eingebrochen und dreimal wurde er schon überfallen. Zuletzt in der Nacht auf Montag.

Der Kiosk-Besitzer schliesst normalerweise um Mitternacht. Trotzdem bleibt er oft die ganze Nacht lang im Laden. Wenn jemand klopft, öffnet er die Tür.

So war es auch am Sonntagabend. Er schloss um Mitternacht die Türe ab. Kurz darauf klopfte ein unmaskierter Mann an der Tür. Paskaran Kumarasamy öffnete. Zwei maskierte Typen, die er nicht gesehen hatte, weil sie um die Ecke standen, drängten in den Laden und drückten den perplexen Inhaber zurück. «Einer der Räuber hielt mir eine Waffe auf die Brust», erzählt Kumarasamy. «Ich hatte sehr grosse Angst. Todesangst!»

Räuber stahlen alle Zigarettenstangen

Der Unmaskierte blieb draussen. Der zweite maskierte Mann ging unterdessen mit einem grossen Sack hinter den Tresen und bediente sich am Alkohol und an den Zigaretten.

«Er nahm alle Stangen mit», sagt Kumarasamy. «Die hatten viel Wert.» Auch von den einzelnen Zigipäckli sackte der Räuber fast alle ein. Und natürlich griff er in die Kasse. «Sie raubten 600 Franken», sagt der Kiosk-Besitzer. Total beträgt der Gesamtverlust mehrere Tausend Franken.

Täter hat seine Waffe vergessen

Unglaublich: Am Ende liess der Täter, der die Waren eingepackt hat, noch seine Pistole auf dem Tresen liegen. «Ich glaube, sie war echt und geladen.» Die Stadtpolizei will diesen Sachverhalt gegenüber 20 Minuten weder bestätigen noch dementieren.

Der Kiosk befindet sich in Zürich-Leimbach gegenüber von diesem Kunstwerk.

Am nächsten Tag stand Paskaran Kumarasamy trotzdem wieder in seinem Kiosk. «Ich muss halt», sagt er. Kunden reagieren liebevoll. «Oh, das tut mir sehr leid für dich», meint ein junger Mann, als er vom Überfall erfährt.

Zigaretten und Alkohol kann Paskaran Kumarasamy trotzdem noch verkaufen: «Vom Alkohol haben sie nur die vordersten Flaschen genommen, sodass ich noch welche hatte. Und Zigaretten hat mir ein Freund neue vorbeigebracht.»

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *