July 25, 2024

Immer wieder ist zu lesen, dass Restaurants einen Aufpreis für zusätzliches Besteck verlangen. Eine Trattoria in Brugg AG verlangt drei Franken, wenn zwei Personen eine Pizza teilen.

Ein Gast, der nichts bestelle, würde zu einem Verlustgeschäft führen, da er einen Platz einnehme und zusätzliche Kosten für das Personal in Service und Küche verursache, argumentiert der Wirt des Restaurants. (Symbolbild)Für Gäste, die eine Pizza teilen möchten, da sie nicht so einen grossen Hunger mitbringen, bietet das Restaurant die Möglichkeit an, stattdessen eine kleine Pizza zu bestellen. (Symbolbild)In Luzern hat ein Wirt in einem Restaurant für einen zusätzlichen Dessertlöffel zehn Franken verrechnet. (Symbolbild)

Darum gehts

  • Ein Restaurant in Brugg im Kanton Aargau verlangt drei Franken mehr für das Halbieren einer Pizza.

  • Der Wirt verteidigt diese Form des Aufpreises.

  • Es gibt immer wieder Fälle von zusätzlichen Kosten in Restaurants.

In einer Trattoria in Brugg AG wird eine Gebühr erhoben, wenn Gäste sich dazu entscheiden, eine Pizza zu teilen. Diese zusätzlichen drei Franken sollen laut dem Wirt des Restaurants, wie er der «Aargauer Zeitung» erzählt, die Kosten für das Gedeck und den Service abdecken. Der Besitzer erklärt, dass ein Restaurant einen bestimmten Umsatz benötige, um die anfallenden Kosten zu decken. Ein Gast, der nichts bestelle, würde zu einem Verlustgeschäft führen, da er einen Platz einnehme und zusätzliche Kosten für das Personal in Service und Küche verursache. Demnach ist der Aufpreis laut ihm gerechtfertigt. 

Findest du den Aufpreis gerechtfertigt?

Ja, der Wirt muss irgendwie seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezahlen.Ja, aber drei Franken sind zu viel.Nein, finde ich übertrieben.Ich bestelle mir immer etwas Eigenes in einem Restaurant.Ich gehe nie auswärts essen. 

Für Gäste, die eine Pizza teilen möchten, da sie nicht so einen grossen Hunger mitbringen, bietet das Restaurant die Möglichkeit an, stattdessen eine kleine Pizza zu bestellen, was drei Franken weniger kostet.  Allerdings handhabt das Restaurant den Aufpreis nicht strikt: Wenn beispielsweise eine Gruppe kommt und mehrere Getränke bestellt, wird auf die zusätzlichen drei Franken verzichtet, da die Getränkebestellung für die Trattoria profitabel ist.

Halbieren des Sandwiches kostet 2 Euro

Doch wie bereits erwähnt, sind solche Aufpreise keine Seltenheit. In Luzern hat ein Wirt in einem Restaurant für einen zusätzlichen Dessertlöffel zehn Franken verrechnet. Die Person und ihre Begleitung wollten sich nach dem «feinen Znacht noch ein Schoggi-Mousse teilen. Wir haben uns natürlich gegen den viel zu teuren Löffel entschieden», so der News-Scout weiter. Die ganze Geschichte aus Luzern findest du hier.

Ein weiteres Beispiel aus Italien: Ein Tourist hat am Comersee ein Sandwich in einer Bar bestellt und wollte es halbiert haben. Das Essen kam, wurde verspeist, dann kam die Überraschung. Auf der Rechnung fanden die beiden einen unerwünschten Aufpreis von zwei Euro für das Halbieren des Sandwiches. Der Tourist beschwerte sich nicht vor Ort, zahlte die verlangte Summe – und gab später eine miese Bewertung auf Tripadvisor ab. Darin erklärte der Gast, dass er das Sandwich bestellt hatte, um es mit seinem Freund zu teilen. Er habe jedoch nie darum gebeten, es in zwei Hälften zu schneiden. 

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