April 24, 2024

Der Schock nach dem Messerangriff auf einen orthodoxen Juden in Zürich ist gross. Der Extremismusexperte Dirk Baier schätzt die Tat für 20 Minuten ein.

Mikko StammLynn Sachs

Darum gehts

  • Ein 15-jähriger Schweizer stach am Samstagabend in Zürich einen orthodoxen Juden nieder.

  • Für den Extremismusexperten Dirk Baier zeige der Vorfall, dass die Bedrohungslage auch in der Schweiz zugenommen habe.

  • Im Interview mit 20 Minuten beantwortet der Experte die wichtigsten Fragen.

Ein 15-jähriger Jugendlicher hat am Samstagabend in Zürich auf offener Strasse einen orthodoxen jüdischen Mann mit einem Messer angegriffen. Der 50-Jährige wurde dabei schwer verletzt. Dirk Baier, Kriminologe und Extremismusexperte an der ZHAW und der Universität Zürich, schätzt für 20 Minuten den Vorfall ein.

Herr Baier, was sagen Sie zur Tat?

Es ist schockierend, dass solch eine Tat in der Schweiz passiert ist. Zwar war bekannt, dass sich seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel die Sicherheitslage auch für in der Schweiz lebenden Jüdinnen und Juden verschlechtert hat. So haben zum Beispiel verbale Anfeindungen und Drohungen zugenommen. Massive physische Gewalt war aber zum Glück bisher nicht zu beobachten. Das hat sich nun schlagartig verändert. Die Tat ist eine Zäsur: Jüdinnen und Juden müssen nun auch in der Schweiz um ihr Leben fürchten.

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