April 12, 2024

Wlimir Putin hat wie erwartet die russische Präsidentschaftswahl gewonnen. Erste Prognosen sprechen von 87 Prozent der Stimmen.
Wlimir Putin

Das Wichtigste in Kürze

  • Wlimir Putin wird laut Prognosen russischer Präsident bleiben.
  • Der amtierende Kremlchef setzte sich mit 87 Prozent Stimmenanteil durch.

Kremlchef Wlimir Putin hat die von Manipulationsvorwürfen begleitete Präsidentenwahl laut Prognosen mit mindestens 87 Prozent der Stimmen gewonnen.

Das russische Staatsfernsehen erklärte den 71-Jährigen am Sonntag nach Schliessung der Wahllokale auf Grundlage mehrerer Wählernachbefragungen zum Sieger. Bei der dreitägigen Abstimmung waren keine echten Oppositionskandidaten zugelassen.


Russland Wahlen

Nach Schliessung der letzten Wahllokale wurden noch am Abend erste Ergebnisse erwartet. Die ersten aussagekräftigen Resultate soll es an diesem Montag geben. In der Regel stimmen die Prognosen mit dem am Ende verkündeten Ergebnis überein. Es wäre ein Rekord für Putin, der 2018 auf 76,7 Prozent der Stimmen kam.

Wahlbeteiligung deutlich höher als 2018

Nicht nur der Stimmenanteil, auch die Wahlbeteiligung dürfte die Zahl von 2018 deutlich übertreffen. Laut russischen Medien lag diese bereits um die Mittagszeit bei über 70 Prozent. In mehreren besetzten Regionen in der Ukraine wurden gar über 80 Prozent registriert.

Mit diesen Werten dürfte Putin sein Ziel erreicht haben. Experte Ulrich Schmid von der Universität St. Gallen sagte im Vorfeld gegenüber Nau.ch, der Kreml wolle wahrscheinlich mindestens 80 Prozent für Putin und mindestens 70 Prozent Wahlbeteiligung.

Putin dürfte ein solches Ergebnis als Bestätigung seines antiwestlichen und autoritären Kurses präsentieren. Beobachter erwarten, dass er mit diesem Rückhalt, der Kritikern zufolge teils auf Repressionen und Zwang zurückzuführen ist, für die nächsten sechs Amtsjahre nicht nur aussenpolitisch in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine noch einmal deutlich nachlegt.

Wlimir Putin sichert sich somit eine weitere sechsjährige Amtszeit bis 2030.

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