May 28, 2024

In Berlin stehen in der Silvester-Nacht rund 5000 Polizisten im Einsatz. Nach einer Böller-Schlacht gibt es erste Festnahmen.Berlin

Das Wichtigste in Kürze

  • In Berlin kam es zu einer Böllerschlacht mit rund 500 Beteiligten.
  • Auch Polizisten und Einsatzwagen wurden angegriffen.
  • Berlins Bürgermeister kündigt, falls nötig, eine «Nacht der Repressionen» an.

Ein Jahr nach den grossen Silvester-Krawallen in Berlin ist die Lage in der deutschen Stt zum Jahresende angespannt. Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot vor Ort, es sei einer der grössten Einsätze der vergangenen Jahrzehnte. Dies sagt Polizeipräsidentin Barbara Slowik. 3500 Polizisten sind auf den Strassen unterwegs, 1000 weitere in Streifenwagen und auf Wachen und weitere 500 an Bahnhöfen.

Beim Neptunbrunnen wurden die Einsatzkräfte auch schon gebraucht: In der Nähe des Alexanderplatzes haben sich etwa 500 Menschen mit Pyrotechnik beworfen. Die Polizei habe die Gruppe am Neptunbrunnen auseinandergetrieben und nach Feuerwerk kontrolliert. Dies teilte die Polizei auf der Onlineplattform X (vormals Twitter) mit.

Twitter Beitrag

«Aus einer circa 200-köpfigen Gruppe, die sich an den Rathauspassagen aufhielt, wurden unsere Einsatzkräfte mit Pyro beschossen.» Es werden demnach Festnahmen durchgeführt. Zuvor wurde bereits ein Einsatzwagen mit einer Kugelbombe beschossen. Die Polizisten seien zu diesem Zeitpunkt aber in einem Haus im Einsatz gewesen, teilte die Polizei mit.

Bis kurz vor 24 Uhr wurden über 100 Personen verhaftet. Insgesamt sei das Geschehen bis dahin aber normal für eine Silvesternacht in Berlin, so ein Polizeisprecher. Es habe auch wieder Angriffe auf Feuerwehrleute und Polizisten gegeben. Aber man könne noch nicht sagen, in welchem Ausmass und ob es weniger waren als im vergangenen Jahr.

In Neukölln wurden neun Personen festgenommen, weil sie sogenannte Molotow-Cocktails bauten. Sie hätten Benzin in Glasflaschen gefüllt und Stofffetzen als Lunte hineingesteckt.

Wohnung brennt nach Raketenbeschuss – Katze tot

Die Polizei vermeldet auf Twitter weitere Einsätze: Einer Gruppe wurden Schreckschusswaffen abgenommen. Andere Feiernden mit Partyhüten schossen Feuerwerk auf vorbeifahrende Autos.

Laut der «Bild» geriet im Sttteil Pankow eine Wohnung im 15. Stock eines Hochhauses nach Raketenbeschuss in Brand. Nach den Löscharbeiten wurde festgestellt, dass beim Feuer eine Katze gestorben ist.

Im Vorfeld der Silvesternacht kündigte Berlins Regierender Bürgermeister, Kai Wegener, hartes Vorgehen bei Randale an. «Heute ist, wenn’s denn notwendig ist, die Nacht der Repression, wo der Rechtsstaat sich versuchen wird, durchzusetzen.»