April 24, 2024

Die Polizei in Rio de Janeiro wollte gegen die Chefs des Verbrechersyndikats Comando Vermelho vorgehen. Neun Menschen sind bei dem Einsatz gestorben.
ARCHIV - Mitglieder der Zivil- und Militärpolizei im Einsatz. Foto: Jose Lucena/TheNEWS2/ZUMA/dpa

Bei einem grösseren Polizeieinsatz in mehreren Armenvierteln der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Zwei Polizisten seien verletzt und fünf Menschen festgenommen worden, berichteten brasilianische Medien wie das Nachrichtenportal «G1» am Dienstag übereinstimmend. Laut Polizeiangaben handele es sich bei den Toten um Kriminelle. Aufgrund des Einsatzes seien viele Schulen mit Tausenden Schülern geschlossen worden, Anwohner hätten aus Angst vor Schüssen ihre Häuser nicht verlassen.

Die Polizei, die von der Spezialeinheit Bope unterstützt wurde, wollte dem «G1»-Bericht zufolge die Chefs des Verbrechersyndikats Comando Vermelho (Rotes Kommando) festnehmen, die sich in dem Armenviertel versteckt haben sollen. Die Kriminellen hatten Barriken aus Fahrzeugen errichtet und angezündet, die von der Polizei geräumt werden mussten.

In Rios Armenvierteln kommen bei Polizeieinsätzen immer wieder zahlreiche Menschen ums Leben. Mächtige Banden ringen dort um die Kontrolle bei Drogenhandel und Schutzgeldgeschäften. 2021 töteten Polizisten beim blutigsten Einsatz in Rios Geschichte in der Favela Jacarezinho mindestens 28 mutmassliche Mitglieder von Drogenbanden.

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