May 28, 2024

Grossbritannien plant eine massive Modernisierung seines Luftabwehrsystems Sea Viper.
Britische Flaggen wehen in der Nähe des berühmten Uhrturms Big Ben in London.

Grossbritannien will ein Raketensystem verbessern, das die Marine zuletzt auch zur Abwehr von Angriffen der Huthi-Miliz im Roten Meer eingesetzt hat. Das Luftabwehrsystem Sea Viper soll für rund 405 Millionen Pfund (etwa 470 Millionen Euro) modernisiert werden, wie das Verteidigungsministerium in London am Sonntag ankündigte. Es soll Raketen mit einem neuen Gefechtskopf und ein Software-Update bekommen, um Bedrohungen abzuwehren.

Seit Beginn des Gaza-Krieges greift die Huthi-Miliz immer wieder Frachter mit angeblich israelischer Verbindung an. Das mit dem Raketensystem ausgestattete britische Kriegsschiff HMS Diamond zerstörte in diesem Monat nach Angaben des Verteidigungsministeriums mehrere Angriffsdrohnen, die auf das Marineschiff und Handelsschiffe zusteuerten.

Sicherheitsrisiken im Roten Meer

Reedereien meiden zunehmend die Route über das Rote Meer, über die normalerweise etwa zehn Prozent des Welthandels laufen. Als Reaktion auf die Angriffe haben die USA und auch Grossbritannien Stellungen der vom Iran unterstützten Huthi im Jemen angegriffen.

Der britische Verteidigungsminister Grant Shapps sagte dem Fernsehsender Sky News am Sonntagmorgen, sie finanzierten das Upgre, weil sie sähen, wie hilfreich die Raketen im Kampf gegen die Huthi seien. Die Erweiterung soll voraussichtlich 2032 voll einsatzfähig sein. Die Briten testen derzeit auch einen Laser, mit dem Drohnen abgeschossen werden könnten.

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