April 24, 2024

Nach dem Angriff auf einen orthodoxen Juden in Zürich ist ein Bekennervideo des Täters aufgetaucht. Der 15-Jährige schwört darin dem IS seine Treue.
Attacke Jude Zürich

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach dem Angriff auf einen orthodoxen Juden in Zürich ist ein Bekennervideo aufgetaucht.
  • Der 15-jährige Täter schwört darin dem Islamischen Staat seine Treue.
  • Er wirft auch andere Muslime zum Mord an «Juden, Christen und ihren Alliierten» auf

Nach dem brutalen Angriff auf einen orthodoxen Juden (50) am Samstagabend in Zürich ist ein Bekennervideo des mutmasslichen Täters aufgetaucht. Darüber berichtete am Montag das in der Regel gut informierte amerikanische Onlineportal «siteintelgroup.com».

Der Jugendliche spricht in dem Video, das in den Sozialen Medien auftauchte, direkt in die Kamera. Über seinen Kopf hat er eine Kapuze gezogen. Er bekennt sich in dem Video zur islamistischen Terrororganisation Islamischer Staat (IS) und kündigt seinen brutalen Angriff an.


Messerattacke Jude Zürich

Laut der «NZZ» sagte der 15-Jährige: «Hier bin ich heute, Soldat des Kalifats. Ich folge dem Aufruf des Islamischen Staates an seine Soldaten, die Juden und Christen und ihre kriminellen Verbündeten anzugreifen.»

Der Beginn des Angriffs werde, so Gott will, ein Überfall auf eine jüdische Synagoge sein, fährt er fort. «Und ein Versuch, so viele Juden wie möglich zu töten». Gegen Ende des Videos ruft er andere Muslime dazu auf, Juden und Christen überall auf der Welt zu töten.


Messerangriff Zürich

«Schnappt euch die Juden und die Christen und ihre Alliierten», sagt er. Der Jugendliche erwähnt, dass dazu «Messer, Kugeln und Brandsätze» benutzt oder sie mit Autos und Lastwagen überfahren werden sollten.

«CH Media» hat das Video zwei Arabisch sprechenden Schweizern zum Übersetzen vorgelegt. Beide hätten gesagt, es wirke, als ob der Jugendliche den Text ablese oder auswendig gelernt habe. Sein Arabische sei sehr gut.

Bekennervideo ist laut Behörden authentisch

Das zweiminütige Video ist an mehreren Stellen geschnitten. Aufgenommen hat der 15-Jährige es draussen, im Hintergrund ist Verkehrslärm zu hören. Die Behörden halten es für authentisch. Das bestätigte der Züricher Sicherheitsdirektor Mario Fehr an einer Pressekonferenz am Montagnachmittag.

Wann das Video entstanden ist, ist noch unklar. Klar ist aber, dass der Plan des Messerstechers, möglichst viele Juden zu töten, scheiterte. Wohl auch, weil zwei Passanten beherzt eingriffen und den Täter festhielten, bis die Polizei eintraf.


Zürich Juden Attacke

Eine Synagoge befindet sich nur wenige hundert Meter vom Tatort entfernt. Das Opfer besuchte das Gotteshaus regelmässig und wurde offenbar kurz nach der Rückkehr am Samstagabend angegriffen.

Bei dem mutmasslichen Täter handelt es sich um einen Schweizer tunesischer Herkunft. Wie Fehr vor den Medien bekanntgab, wurde der Teenager 2011 eingebürgert. Der 15-Jährige wohnt im Kanton, aber nicht in der Stt Zürich.

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