April 24, 2024

778 Neubauwohnungen wurden 2023 in Basel-Stt fertiggestellt. Das sind weniger als im Rekordjahr 2022.
Basler Wohnungsproduktion

Im Kanton Basel-Stt sind im vergangenen Jahr 778 Neubauwohnungen fertiggestellt worden. Das sind weniger als im Rekordjahr 2022, im langjährigen Vergleich entspricht es aber einem nach wie vor hohen Wert, wie das Basler Präsidialdepartement am Montag mitteilte.

Durch Umbauten seien zudem 237 neue Wohnungen entstanden. Verrechnet mit der Aufhebung von 97 Wohnungen bleibe ein positives Umbausaldo von 140 Wohnungen, heisst es in der Medienmitteilung.

61 Prozent der Neubauproduktion entfielen gemäss Communiqué auf zwei Grossprojekte. Auf dem Gelände des ehemaligen Felix-Platter-Spitals, neu Westfeld genannt, seien 268 Genossenschaftswohnungen erstellt worden. Das zweite Grossprojekt sei im Wohnviertel Hirzbrunnen am Rhein abgeschlossen worden, wo am Eisenbahnweg 185 neue Mietwohnungen bezogen wurden.

Zimmeraufteilung und Umwandlungsprozesse

33 Prozent der Neubauwohnungen weisen drei Zimmer auf. Bei 25 Prozent handelt es sich um Zweizimmerwohnungen,19 Prozent sind Vierzimmerwohnungen. Der Rest verteilt sich auf Einzimmerwohnungen (16 Prozent), Fünfzimmerwohnungen (4 Prozent) und Wohnungen mit mindestens sechs Zimmern (2 Prozent).


Basel-Stt.

Bei den Umbauten seien 46 Wohnungen durch die Aufteilung grösserer Wohnungen in kleinere Einheiten geschaffen worden. Durch Ausbauten, seien 40 weitere Wohnungen hinzugekommen.

35 Wohnungen seien durch die Zusammenlegung kleinerer zu grösseren Wohnungen entstanden. Und 116 Wohnungen entstanden durch die Umnutzung von ehemaligen Geschäftsräumen.

Wohnungsbestand und zukünftige Aussichten

Das Präsidialdepartement bezeichnet die Wohnbautätigkeit als «erfreulich hoch». Während andernorts in der Schweiz ein Rückgang des Wohnungsbaus beklagt werde, habe der Wohnungbestand im Kanton Basel-Stt im Jahr 2023 zum dritten Mal in Folge um deutlich über 800 Wohneinheiten zugenommen.

Allerdings sei zu erwarten, dass auch in Basel-Stt in den nächsten zwei, drei Jahren markant weniger gebaut werden wird, heisst es weiter. Nebst den gestiegenen Ansprüchen an ein Bauprojekt und Verzögerungen aufgrund von Einsprachen würden auch steigende Zinsen und Baukosten eine Rolle spielen so das Präsidialdepartement.

Mittelfristig sorgen aber laufende Grossprojekte wie auf den Arealen Walkeweg, Volta Nord und Güterbahnhof Wolf wieder für positivere Aussichten.

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