April 24, 2024

Die Opferzahlen nach dem Terroranschlag von vergangenem Freitag sind weiter gestiegen. Insgesamt wurden in der Crocus City Hall 360 Menschen verletzt.

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Nach dem schweren Terroranschlag auf eine Konzerthalle bei Moskau ist die Zahl der Toten auf 143 gestiegen. Ein Verletzter sei in einem Spital gestorben, teilte die Gesundheitsbehörde des Gebietes Moskau am Mittwoch mit. Die Ärzte hätten «alles Mögliche getan», sagte Behördenleiter Michail Muraschko der Staatsagentur Tass zufolge.

Demnach liegen weitere 80 Opfer des Anschlags in Kliniken in Moskau und im Umland, darunter 6 Kinder. Bei 4 Patienten sei der Zustand weiter sehr kritisch, sagte Muraschko. Bei dem Anschlag am vergangenen Freitag hatten vier Bewaffnete in der Konzerthalle Crocus City Hall um sich geschossen. Insgesamt 360 Menschen wurden verletzt, 155 von ihnen mussten in Spitälern behandelt werden.

Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) reklamierte diesen seit Jahren schlimmsten Anschlag in Russland für sich. Kremlchef Wladimir Putin und weitere russische Politiker sprechen von islamistischen Terroristen. Sie unterstellen aber, diese könnten im Auftrag der Ukraine oder deren westlicher Unterstützer gehandelt haben. Beweise legen sie dafür nicht vor. Experten halten diese Aussagen für Propaganda.

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Die Behörden haben bislang elf Personen festgenommen, darunter die vier mutmasslichen Schützen. Sie stammen den gefundenen Pässen nach aus der zentralasiatischen Republik Tadschikistan. Die vier Männer waren in dieser Woche unter sichtbaren Folgen von Misshandlung einem Moskauer Gericht vorgeführt worden.

Das ungehinderte Eindringen der Bewaffneten in die mit Tausenden Besuchern besetzte Konzerthalle gilt als schweres Versagen der russischen Sicherheits­kräfte. Der Parlamentsvorsitzende Wjatscheslaw Wolodin forderte am Mittwoch in der Staatsduma, die Sicherheitsregeln für Massen­veranstaltungen zu verbessern. Den Behörden wird vorgeworfen, viel zu spät am Anschlagsort eingetroffen zu sein und zu zögerlich gehandelt zu haben. Die Täter waren in einem Wagen vom Tatort entkommen.

Russland attackiert Charkiw

Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, sagte, Gegner Russlands hätten dessen innere Probleme ausnutzen wollen. Es sei versucht worden, Feindschaft zwischen den zwei grossen angestammten Religionen Christentum und Islam in Russland zu stiften.

Unterdessen ging der russische Angriffskrieg auf die Ukraine weiter: Die ostukrainische Grossstadt Charkiw wurde gemäss Behördenangaben am Mittwoch mit Fliegerbomben attackiert. Dabei starb mindestens ein Mensch. 16 weitere wurden verletzt. Mehrere fünfgeschossige Wohnhäuser seien beschädigt worden, ebenso ein Institut für Notfallchirurgie.

Die Millionenstadt Charkiw liegt nur etwa 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Sie wird fast täglich von Russland mit verschiedenen Waffen beschossen. Wegen der kurzen Distanz haben die Menschen bei Luftalarm oft kaum Zeit, sich in Sicherheit zu bringen.

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AP/SDA/cli

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