May 19, 2024

Ein italienischer Junge wird mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft, Rom, Juni 2021.

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Der britische Pharmakonzern Astrazeneca nimmt aus wirtschaftlichen Gründen seinen Corona-Impfstoff vom Markt. Es gebe mittlerweile einen Überschuss an Impfstoffen gegen das Coronavirus und das habe zu einem Rückgang der Nachfrage nach dem Mittel Vaxzevria geführt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Impfstoff werde daher «nicht mehr hergestellt oder geliefert».

Am Dienstag hatte bereits die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) auf ihrer Website mitgeteilt, dass die Marktzulassung für das Mittel auf Wunsch des Herstellers zurückgezogen worden sei. Astrazeneca war einer der ersten Hersteller, die einen Corona-Impfstoff auf den Markt brachten. Dabei handelt es sich um eine auf Vektorviren basierende Impfstoff-Art, die schon vorher gegen andere Erkrankungen zugelassen war.

Mittlerweile existiert eine Reihe von Vakzinen, besonders der mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer wurde erfolgreich. Sehr seltene Fälle von Blutgerinnseln nach der Verabreichung des Astrazeneca-Impfstoffs führten in den vergangenen Jahren dazu, dass sich die Menschen eher anderen Impfstoffen zuwandten. Nach der weltweiten Aufhebung der strikten Pandemie-Regeln ebbte die Nachfrage nach dem Astrazeneca-Impfstoff dann noch einmal deutlich ab. Wie aus informierten Quellen verlautete, gab es schon «seit einiger Zeit» keine Verkäufe mehr.

Der britische Konzern begann nun nach eigenen Angaben bereits damit, das Mittel in Europa, im Nahen Osten und im arabischen Raum vom Markt zu nehmen. Das Unternehmen will mit weiteren Behörden zusammenarbeiten, um die Rücknahme der Marktzulassung einzuleiten und zwar dort, wo künftig keine kommerzielle Nachfrage nach Vaxzevria mehr zu erwarten sei.

Zugleich zeigte sich das Unternehmen «unglaublich stolz», zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beigetragen und Leben gerettet zu haben. Weltweit wurden demnach im Laufe der Pandemie über drei Milliarden Impfdosen ausgeliefert. Nun aber wolle Astrazeneca dieses «Kapitel abschliessen».

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AFP/jaw

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