May 28, 2024

Den Käfig des federnden Haustiers gereinigt und danach mit Fieber und Erkältungssymptomen ins Bett gefallen: Die WHO warnt vor der Papageienkrankheit.
WHO

Das Wichtigste in Kürze

  • Die von Vögeln übertragene Papageienkrankheit ist auf dem Vormarsch.
  • 2023 gab es in der Schweiz neun Fälle, allerdings fand kein Übertrag auf Menschen statt.
  • Die Krankheit führt im schlimmsten Fall zum Tod.

Insgesamt haben sich in den letzten Monaten rund 100 Personen in europäischen Ländern mit der sogenannten Papageienkrankheit angesteckt. Dieser Anstieg der Fälle in Österreich, Dänemark, Deutschland, Schweden und den Niederlanden ist «ungewöhnlich und unerwartet». Das schreibt die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer Meldung.

In Zahlen: Deutschland allein registrierte im letzten Jahr 14 bestätigte Fälle. Bis Ende Februar kamen fünf weitere zu, wie der Norddeutsche Rundfunk vermeldete. In der Schweiz hingegen wurden laut dem Bundesamt für Gesundheit noch keine Fälle beim Menschen registriert, wie «20 Minuten» schreibt.

Papageienkrankheit auch in der Schweiz weitverbreitet

Laut einer Sprecherin der WHO ist die Papageienkrankheit bei Vögeln weitverbreitet und kommt auch in der Schweiz vor.

Von einem Übertrag auf Personen sei hingegen noch nichts bekannt. Aber: Sie ist auch nur bei den Tieren meldepflichtig. «Vogelhaltende müssen Verdachtsfälle dem Tierarzt oder der Tierärztin melden.» Seit Anfang 2023 habe es in der Schweiz neun Fälle bei Sittichen, Tauben und einem Papagei gegeben.

WHO meldet mehrere Tote in Europa

Doch wie verläuft eine Ansteckung und wie kann man sich schützen? Die Papageienkrankheit ist auch als Ornithose, Chlamydiose oder Psittakose bekannt. Sie kann nicht nur Papageien, sondern auch zum Beispiel Hunde, Katzen, Kühe, Schafe, Ziegen oder Hühner anstecken.


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Es gibt aber keine Hinweise darauf, dass die Krankheit durch das Essen von infiziertem Geflügel übertragen wird.

Laut dem deutschen Robert-Koch-Institut infizieren sich Menschen meist, indem sie Staub von Vogelfedern oder Kot infizierter Tiere einatmen. Auch durch einen Biss kann man sich anstecken.

Die Symptome ähneln jenen einer Grippe: Fieber, starker Husten und Schüttelfrost. Doch Vorsicht: Auch auf die Lungen und das Herz kann sich die Krankheit ausweiten und dort lebensbedrohlichen Schen anrichten.

Die Papageienkrankheit führt damit im schlimmsten Fall zum Tod – auch beim Menschen. In Dänemark hat es laut der WHO bereits vier Todesfälle gegeben. In den Niederlanden ist ein Mensch an der Papageienkrankheit gestorben.

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