February 29, 2024

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un beobachtet den Start einer Rakete vom Typ «Chollima-1». Der Inhalt dieses Bildes kann nicht unabhängig verifiziert werden.

Nordkorea will seine militärischen Fähigkeiten zur Beobachtung der USA aus dem All ausbauen und im nächsten Jahr drei weitere Aufklärungssatelliten starten. Zum Abschluss einer mehrtägigen Jahresendsitzung des Zentralkomitees der herrschenden Arbeiterpartei habe Machthaber Kim Jong Un zudem die Ziele betont, die Verteidigungskapazitäten einschliesslich der nuklearen Aufrüstung und des Baus von militärischen Drohnen zu verstärken, berichteten Staatsmedien am Sonntag. Den USA warf der Anführer des Ein-Parteien-Staats erneut vor, sein Land mit Atomwaffen zu bedrohen.

Nordkorea gehört zu den am meisten isoliertesten Ländern der Erde. Wegen seines Atomwaffenprogramms unterliegt es harten internationalen Massnahmen. Als Feinde betrachtet Pjöngjang etwa die USA und Südkorea.

Westen reagiert mit Sanktionen auf Spionage-Satelliten

«Wegen der rücksichtslosen Massnahmen der Feinde, in unser Land einzufallen, ist es eine vollendete Tatsache, dass auf der koreanischen Halbinsel jederzeit ein Krieg ausbrechen kann», wurde Kim zitiert. Das Militär müsse sich darauf vorbereiten, «das ganze Gebiet Südkoreas zu befrieden», im Fall eines Angriffs notfalls mit Atomwaffen.

In den Staatsmedien wurde der Start eines ersten nordkoreanischen Spionagesatelliten im November als Erfolg gefeiert. Bei der Parteisitzung sei es zur Aufgabe erklärt worden, 2024 drei weitere Satelliten ins All zu schiessen. Die USA und ihre Partner Südkorea, Japan und Australien hatten Nordkorea wegen des Satellitenstarts mit neuen Sanktionen belegt. Sie warfen Pjöngjang vor, dabei Technologien verwendet zu haben, die im Zusammenhang mit seinem Programm für Interkontinentalraketen stehen. Nordkorea hatte bereits nach dem Start angekündigt, weitere Satelliten ins All bringen zu wollen.