February 25, 2024

Die Migros will gleich mehrere Geschäftsbereiche verkaufen. 1500 Vollzeitstellen sind betroffen – Kündigungen sollen aber vermieden werden.
migros denner

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Migros will bis zu 1500 Stellen abbauen.
  • Kündigungen soll es möglichst keine geben.
  • Bereiche wie Hotelplan, Melectronics oder SportX werden verkauft.

Paukenschlag bei der Migros: Der Detailhandelskonzern sucht Käufer für die Reisetochter Hotelplan, die Kosmetik- und Hygienetochter Mibelle sowie für Melectronics und SportX. Diese Fokussierung werde bei der Migros Gruppe zu einem Abbau von bis zu 1500 Vollzeitstellen führen, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag.

Es sei das Ziel, Kündigungen möglichst zu vermeiden. Allein in der Migros-Gruppe gebe es aktuell rund 1400 offene Stellen, wurde betont.

Gründe für Verkäufe verschieden

Die Gründe für die Verkaufspläne sind unterschiedlich. Hotelplan und Mibelle passten nicht mehr zur Gruppenstrategie. Und sie hätten ausserhalb des Migros-Universums bessere Entwicklungschancen, so das Communiqué.

Bei Melectronics und SportX hat der Verkauf wirtschaftliche Gründe: So seien diese Fachmärkte wegen des wachsenden Online-Handels zunehmend unter Druck geraten. Nun sollen «besser geeignete Eigentümerschaften ausserhalb der Migros-Gruppe» ihr Glück mit den Ketten für Elektronik- und Sportartikel versuchen.

Was mit den anderen Fachmärkten – Bike World, Do it + Garden, Micasa und Obi – geschieht, ist noch offen. Diese Formate würden einer eingehenden Überprüfung unterzogen, hiess es.

Ausserdem gab die Migros bekannt, dass die Überprüfung des Portfolios einen Wertberichtigungsbedarf in der Höhe von rund 500 Millionen Franken ergab. Dieser betreffe insbesondere Logistik-Liegenschaften, IT-Projekte und verschiedene weitere Vermögenswerte, die «aufgrund veränderter Marktbedingungen einen tieferen Bilanzwert aufweisen».

Die Wertberichtigungen belasten den Jahresabschluss 2023. Dennoch werde die Migros-Gruppe nicht in die roten Zahlen rutschen, wurde betont.

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