February 25, 2024

Ein Berner wird gleich doppelt enttäuscht. Sein laut Apple «wasserdichtes» iPhone ist wenige Minuten im Wasser und wird beschädigt. Entschädigung gibt es keine.apple iphone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die neueren iPhones werden als wasserdicht vermarktet.
  • Einem Berner wird ein Wasserschen jetzt aber nicht erstattet.
  • Der Widerspruch ärgert ihn: «Für mich ist das ein Etikettenschwindel.»

Ein Berner erlebt eine unangenehme Überraschung. Nach einem B in der Aare stellt er fest, dass sein «wasserdichtes» iPhone 13 mini nicht mehr richtig funktioniert. Trotz Angaben von Apple, wonach das Handy wasserdicht sei, muss er für die Schäden nun selbst aufkommen.

Alles beginnt, als der Mann von einem Freund in den Fluss geschubst wird. Danach schwimmt er noch ein Stück. Erst dann fällt ihm ein, dass sein iPhone noch in seiner Hosentasche ist. Aber da das Gerät ja eben wasserdicht sein soll, macht er sich keine Sorgen.

Am nächsten Tag jedoch bemerkt er Probleme: Die Gesichtserkennung funktioniert nicht mehr, und die Fotos sind verschwommen. «Da habe ich gesehen, dass beide Linsen vorne blind waren – weiss, mit Wasser drin. Ebenso die Face-Time-Kamera», berichtet der Mann im SRF-Konsumentenmagazin «Espresso».

Apple lehnt Garantieanspruch ab

Der Handy-Produzent lehnt eine Reparatur oder einen Ersatz auf seine Kosten aber ab. Und das, obwohl das Gerät eigenen Angaben zufolge bis zu einer Tiefe von sechs Metern für 30 Minuten wasserdicht sei.

Der Grund für die Absage: Wasserschäden sind laut den Garantiebedingungen des Unternehmens ausgeschlossen.

Der Kunde sagt: «Mein ‹Aare-Schwumm› dauerte knapp sieben oder acht Minuten – da war ich schon ein bisschen erstaunt.»

apple iphone 13 mini

Auf Anfrage des Konsumentenmagazins «Espresso» verweist Apple lediglich auf die Informationen auf seiner Webseite. Dort steht, dass das iPhone 13 und das iPhone 13 mini vor Wasser und Staub geschützt sind. Der Schutz ist aber nicht dauerhaft und kann mit der Zeit durch normale Abnutzung abnehmen. Wichtig hierbei: «Die Garantie deckt keine Schäden durch Flüssigkeiten.»

«Etikettenschwindel», sagt der Kunde

Der Berner iPhone-Besitzer findet diese Situation widersprüchlich: «Warum spricht man dann in den Werbeversprechungen von wasserdicht? Für mich ist das ein Etikettenschwindel.» Er fühlt sich getäuscht, da die Realität nicht den Werbeversprechen entspricht.