May 26, 2024

Die Regierung Chiles verspricht aufgrund der Schäden 9200 betroffenen Haushalte die Wasserrechnungen zu erlassen.

Die Zahl der Todesopfer durch Waldbrände in Chile ist auf mindestens 131 gestiegen. Mehr als 300 Menschen würden noch immer vermisst, teilten die Behörden mit. Besonders betroffen ist die Region Valparaíso. Die Brände gelten als die schlimmste Katastrophe in Chile seit einem Erdbeben im Jahr 2010.

Die Feuer brachen am vergangenen Freitag in einer gebirgigen Gegend am Rande von Viña del Mar aus, einem Strandort, der auch als Veranstaltungsort eines Musikfestivals bekannt ist. Die Flammen breiteten sich bei der trockenen Witterung und Starkwinden rasch aus und erreichten auch die Städte Quilpé und Villa Alemana. Die Behörden vermuten, dass einige der Brände vorsätzlich gelegt worden seien.

Präsident Gabriel Boric kündigte bei einem Besuch in der Region an, dass Möbel, die für die Panamerikanischen Spiele im vergangenen Jahr genutzt worden seien, an die Opfer der Brandkatastrophe gespendet würden. Die Regierung werde zudem 9200 betroffenen Haushalten die Wasserrechnungen erlassen.

DPA/swa

0 Kommentare