May 28, 2024

Nachdem die Spekulationen über ihren Gesundheitszustand aus dem Ruder gelaufen sind, meldet sich Prinzessin Kate in einem Video überraschend selbst zu Wort. Die Diagnose sei für sie «ein grosser Schock» gewesen.

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Die Nachricht von der Krebserkrankung Catherines, der Prinzessin von Wales, sorgt weltweit für Reaktionen. Von überall her fluteten ununterbrochen Genesungswünsche in Windsor ein. Das Interesse an jedem Aspekt des Lebens der 42-jährigen Frau des Thronfolgers William und der Mutter dreier Kinder war schon vorher massiv gewesen. Jetzt scheint man allerorten wissen zu wollen, was genau es mit Kate auf sich hat, wie es ihr geht. Doch während öffentliche Präsenz bisher zum Jobbeschrieb der königlichen Familie zählte, verlangt es die Hauptdarsteller des royalen Dramas jetzt – begreiflicherweise – nach etwas Ruhe und Zurückgezogenheit.

Mit ihrer Videobotschaft aus dem Windsor-Park suchte Catherine denn auch aller Welt deutlich zu machen, welch «enormer Schock» es für sie und die Ihren war, von der schweren Erkrankung zu erfahren. Und dass es ihre und Williams Priorität nun sein muss, erst einmal mit der neuen Situation fertigzuwerden. Dass man den zehn, acht und fünf Jahre alten Kindern helfen muss, das Ganze zu verarbeiten. Dass sich Catherine auf ihre Behandlung und die erhoffte Genesung konzentrieren will.

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Für die Royals, und damit für die Institution der Krone, ergeben sich aber aus dem Ausfall der Prinzessin erhebliche Schwierigkeiten. Immerhin war Kate, mit ihren fast täglichen Auftritten, in den letzten Jahren zum unbestrittenen Liebling der Royalisten und der überaus dankbaren Medien geworden.

Es fehlt den Royals an Personal

Da fatalerweise nun auch König Charles, das britische Staatsoberhaupt, gleichzeitig eine Krebsbehandlung beginnen musste, kann weder er noch seine Schwiegertochter die Krone in gewohnter Weise repräsentieren. Als Catherine sich im Januar ihrer Operation unterzog, hatte man bei Hofe noch erklärt, der Eingriff habe mit Krebs nichts zu tun und die Prinzessin werde «nach Ostern» bestimmt wieder im Einsatz sein.

Stattdessen fehlt es den Royals plötzlich am nötigen Personal, und das auf unbestimmte zeitliche Dauer. Verschlanken hatte Charles die Monarchie ja wollen, aber an ein derartiges Ausdünnen hatte er wohl kaum gedacht.

Denn auch William, der König der Zukunft, hat bereits deutlich gemacht, dass er zwar nach Ostern wieder einiges an Auftritten übernehmen wird, dass seine erste Sorge aber seiner Frau gilt und seinen Kindern. Und Bruder Harry und Schwägerin Meghan haben sich ja aus dem inneren Kreis der Windsors mit grossem Getöse verabschiedet – während Onkel Andrew, weil er allen Respekt verspielt hat, nicht mehr eingesetzt werden kann.

Nach Kräften helfen Charles’ übrige Geschwister, Prinzessin Anne und Prinz Edward, aus sowie eine Reihe nachrangiger Familienmitglieder. Und Queen Camilla marschiert unermüdlich im Alleingang von Termin zu Termin.

Aber sie ist immerhin auch schon 76 Jahre alt. Und bestimmte Funktionen auf der grossen Bühne, wie die Parlamentseröffnung nach den in Bälde erwarteten Neuwahlen zum Unterhaus, müsste eigentlich der König selbst übernehmen. Kein Wunder, sind grössere Reisen der Royals erst einmal auf Eis gelegt.

Einbruch in die sorgsam gefertigte Märchenwelt

Etwas ratlos schauen so die Briten auf ihre Windsors, die ganz unerwartet an die Grenzen des ihnen Möglichen gestossen sind. Schon ist wieder die Rede von einem «annus horribilis», einem Jahr des Schreckens, für die Krone, wie es das Jahr 1992 einmal für Queen Elizabeth war.

Eingeholt worden ist das Königshaus auch von sozialen Entwicklungen und technologischen Umbrüchen, wie man sie sich im vorigen Jahrhundert nicht hätte vorstellen können. Allein schon das Tempo der digitalen Gesellschaft und die pausenlosen Meinungswogen der sozialen Medien haben die Windsors schwer in Bedrängnis gebracht.

Besorgnis in der britischen Bevölkerung um «ihre» Prinzessin: Kate bittet im Video um «Zeit, Raum und Privatsphäre», während sie ihre Behandlung abschliesst.

Alles nachrichtliche Vakuum provoziert unter solchen Umständen kollektive Ungeduld und oft auch wilde Spekulationen. Gegen das Unheil einer solchen elektronischen Gerüchteküche, und allen «üblen Druck» auf die Royals, haben sich jetzt empört Politiker aller Parteien in London gewandt.

Die Königsfamilie selber kann sich zunächst einmal des ehrlichen Mitgefühls in der Bevölkerung sicher sein. Danach wird sie sich überlegen müssen, wie transparent sie sein will und wie sehr sich ihre Rollen ändern müssen. Wie sie fertigwerden können mit all diesem Einbruch der Realität in eine sorgsam gefertigte Märchenwelt.

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