July 13, 2024

Das Universitätsspital Zürich (USZ) hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 49 Millionen Franken eingefahren. Auch das Kantonsspital Winterthur und das Stadtspital schreiben Verluste in ähnlicher Höhe.

Darum gehts

  • Am Dienstag informierten die Zürcher Spitäler über die Finanzen.

  • Das Universitätsspital hat einen Verlust von rund 49 Millionen eingefahren.

  • Das Stadtspital verkündete einen Verlust von 39 Millionen Franken.

  • Das Kantonsspital Winterthur vermeldete einen Verlust von 49,5 Millionen Franken.

Am Dienstag teilte das Universitätsspital Zürich (USZ) mit, dass es im vergangenen Jahr einen Verlust von rund 49 Millionen Franken eingefahren hat. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2022 hatte das USZ einen Verlust von 22 Millionen Franken ausgewiesen.

Zwar stieg der Betriebsertrag letztes Jahr um 4,4 Prozent auf 1,578 Milliarden Franken, doch die Kosten nahmen um 5,9 Prozent zu. Konkret: Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 62 Millionen Franken (6,8 Prozent) angestiegen. Rund die Hälfte ist auf die mit dem Teuerungsausgleich verbundenen Lohnerhöhungen zurückzuführen.

Die Anzahl stationärer Austritte stieg am USZ um 0,7 Prozent auf 39‘153 – die Aufenthaltsdauer von Patientinnen und Patienten sank gleichzeitig im Schnitt um knapp einen halben Tag. Ebenfalls zugenommen haben die Behandlungen im USZ-Flughafen, welches im The Circle stationiert ist. Täglich werden dort rund 1000 Personen ambulant behandelt. Doch die nicht kostendeckenden Tarife bei ambulanten Leistungen wirkten sich negativ auf das Betriebsergebnis aus.

Stadtspital mit ähnlichem Verlust

Ebenfalls am Dienstag verkündete das Stadtspital Zürich, das Jahr 2023 mit einem Verlust von 39 Millionen Franken abgeschlossen zu haben. Dies, obwohl das Spital noch nie so viele Patienten hatte.

Den Verlust erklären sich die Verantwortlichen unter anderem ebenfalls mit nicht kostendeckenden Tarifen. Dadurch konnten die erbrachten Leistungen und die Teuerung nicht abgedeckt werden. Dennoch: Die Zahl der ambulanten Patientinnen und Patienten stieg um zwei Prozent auf 436'725. Stationär behandelte das Stadtspital 34'552 Patienten und Patientinnen (+1 Prozent).

Die Zahl der ambulanten Patientinnen und Patienten im Stadtspital stieg um zwei Prozent auf 436'725. Stationär behandelte das Stadtspital 34'552 Patienten und Patientinnen (+1 Prozent).

Auch Winterthur verzeichnet ein Minus

Das Kantonsspital Winterthur (KSW) veröffentlichte ebenfalls seine Zahlen am Dienstag. Ähnlich wie das USZ und das Stadtspital muss auch das KSW einen Verlust von 49,5 Millionen vermelden. Grund dafür war vor allem der Fachkräftemangel. Dieser führte dazu, dass der Betrieb nicht voll laufen konnte. Man konnte jedoch wieder mehr Personal anstellen und so schrittweise mehr Betten und Operationssäle betreiben.

Der Bilanz aus dem Jahr 2023 will das KSW mit Sparmassnahmen entgegenwirken. Diese sollen im nicht-klinischen Bereich erfolgen.

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