July 21, 2024

Das UBS-Hochhaus wurde im Zürcher Gemeinderat bereits genehmigt. Nun wollen die Jungen Grünen das Referendum ergreifen und somit gegen das Grossprojekt vorgehen.

Darum gehts

  • Die Stadt und die UBS wollen ein Hochhaus in Zürich Altstetten errichten.

  • Der Zürcher Gemeinderat segnete den Gestaltungsplan bereits ab.

  • Nun wollen die Jungen Grünen das Referendum ergreifen.

  • Gleichzeitig sind die Jungen Grünen von den Sozialdemokraten enttäuscht.

  • Die Jungen Grünen haben nun bis Mitte Juni Zeit, die 2000 Unterschriften für das Referendum zu sammeln.

Geht es nach den Plänen der Stadt Zürich und der UBS, bekommt die Skyline von Zürich bald eine neue Silhouette. Der geplante Bürokomplex an der Max-Högger-Strasse 81, nur unweit vom Bahnhof Altstetten entfernt, soll 2029 fertiggestellt sein und mit seiner Höhe von 108 Metern das viertgrösste Gebäude der Stadt werden.

Wie Tsüri.ch berichtet, wurde der private Gestaltungsplan, der in Zusammenarbeit zwischen der Grossbank und der Stadt erarbeitet wurde, erst vor zwei Wochen vom Zürcher Gemeinderat abgesegnet. Das Design des Hochhauses setzt auf Nachhaltigkeit mit Holzelementen, Solarpanels und begrünten Fassaden, die nicht nur optisch ansprechen, sondern auch zur Reduzierung des städtischen Wärmeinseleffekts beitragen sollen.

«Grosse Mengen an Treibhausgasen»

Trotz der grünen Versprechen steht das Projekt jedoch in der Kritik. Die Jungen Grünen tadeln das Vorhaben scharf und haben nun das Referendum ergriffen. Das schreiben die Jungen Grünen in einer Medienmitteilung am Mittwoch. Ihre Bedenken richten sich gegen die Umweltbilanz solcher Grossprojekte. «Der Abriss und Neubau von Gebäuden verursacht in jedem Fall grosse Mengen an Treibhausgasen», betont die Jungpartei in der Medienmitteilung, und weiter: «Davon verantwortet die UBS mit ihrer Investitionspolitik bereits zu viele.»

Darüber hinaus monieren die Jungen Grünen, dass der Komplex ausschliesslich Arbeitsplätze bieten wird, aber keine Wohnräume schafft. Dieser Umstand könnte den bereits hohen Druck auf den Zürcher Wohnungsmarkt weiter verstärken.

Das Bedenken der Jungen Grünen richtet sich gegen die Umweltbilanz solcher Grossprojekte. «Der Abriss und Neubau von Gebäuden verursacht in jedem Fall grosse Mengen an Treibhausgasen», betont die Jungpartei in der Medienmitteilung am Mittwoch.

Grüne von Sozialdemokraten enttäuscht

Insbesondere die Zustimmung der SP zum Projekt, die traditionell die Wohnpolitik am lautesten betone, stösst bei den Jungen Grünen auf Unverständnis und bittere Enttäuschung. «Scheinbar einzig wichtig ist den SP-Parteikadern, hoch über den Köpfen der Stadtzürcherinnen und Stadtzürchern 20-Franken-Drinks schlürfen zu können», werfen sie den Sozialdemokraten vor.

Die Zeit drängt für die Kritiker des Projekts, da bis Mitte Juni 2000 Unterschriften gesammelt und eingereicht werden müssen, um eine Volksabstimmung zu erzwingen. Die Jungen Grünen planen, ihre Kampagne mit Präsenz bei einer Wohndemo am 25. Mai und weiteren öffentlichen Veranstaltungen zu verstärken, sagt Martin Busekros, Mitglied der Geschäftsleitung der Jungen Grünen, gegenüber Tsüri.ch.

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