July 13, 2024

Immer mehr Strassenabschnitte in der Stadt Zürich werden zu Begegnungszonen. Das Tempo-20-Regime kommt nicht überall gut an.

Jan JanssenMarino Walser

Darum gehts

  • In der Stadt Zürich gibt es immer mehr Tempo-20-Zonen – Begegnungszonen genannt. Diesen Trend bestätigt die Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich.

  • Das Ziel sei dabei gemäss dem kommunalen Richtplan «attraktive öffentliche Räume» und «grosszügige Zirkulations- und Aufenthaltsflächen» zu erstellen.

  • In der Politik stösst dieses Vorgehen jedoch auf gemischte Gefühle. Përparim Avdili, Parteipräsident der FDP Stadt Zürich, spricht von einer «Salami-Taktik in Richtung autofreies Zürich».

Erst gegen Ende März stimmte der Regierungsrat für eine Initiative, die den Kanton dazu ermächtigen soll, den Städten vorzuschreiben, welche Geschwindigkeiten auf den kantonalen Strassen herrschen. Die Initiative der FDP und der SVP schien ein Angriff auf die Tempo-30-Pläne der Stadt Zürich zu sein. So sah es zumindest die Stadt.

Während nun aber der Kanton eine Geschwindigkeitsbegrenzung innerhalb der Stadt auf Tempo 30 verhindern will, geht diese bereits einen Schritt weiter. Auf immer mehr städtischen Strassenabschnitten werden sogenannte Begegnungszonen etabliert: also Tempo-20-Zonen.

Trend zu Tempo 20

Während 2019 noch an 123 Stellen Tempo 20 galt, waren es im Jahr 2023 bereits 169 solche Begegnungszonen. Und es sollen noch bedeutend mehr werden: Aktuell seien 31 Begegnungszonen in Planung, wie die Dienstabteilung Verkehr (DAV) der Stadt Zürich auf Anfrage mitteilt – so etwa bei der Binzwiesenstrasse oder dem Schönauring.

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