July 25, 2024

Im zürcherischen Fahrweid ist am Freitagabend ein Auto von der Strasse abgekommen und hat sich überschlagen. Der Lenker konnte den Notruf nicht mehr selbst tätigen.

Darum gehts

  • In Fahrweid ist am Freitagabend ein 35-jähriger Lenker mit seinem BMW verunfallt.

  • Das Auto alarmierte die Rettungskräfte autonom, nachdem die Airbags ausgelöst wurden.

  • Mit dem sogenannten eCall-Alarmsystem sind seit April 2018 alle Neuwagen ausgerüstet.

Auf regennasser Fahrbahn ist am Freitagabend in Fahrweid im Kanton Zürich ein Auto von der Fahrbahn abgekommen. Der BMW hatte sich in der Folge überschlagen und blieb in der Böschung auf dem Dach liegen. Der Unfall sei glimpflich ausgegangen, teilte die Kantonspolizei Zürich am Samstag mit.

Bemerkenswert ist indes der Umstand, dass nicht der Lenker selbst die Rettungskräfte alarmieren konnte. Dazu war der 35-Jährige nämlich nicht mehr in der Lage. Die Polizei wurde über eine eCall-Zentrale alarmiert. Das automatische Notrufsystem des BMW hatte die Auslösung von Airbags registriert und gegen 19.30 Uhr der Verkehrsleitzentrale der Kapo den Standort übermittelt.

Per 31. März 2018 müssen alle Neuwagen auch in der Schweiz mit dem eCall-System ausgerüstet sein.

Eine sofort ausgerückte Patrouille fand den Unfallwagen dann abseits der Niederholzstrasse vor. Der Lenker war im Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr geborgen werden. Er trug nur leichte Verletzungen davon und wurde in ein Spital gebracht.

Die Unfallursache ist noch nicht bekannt und Gegenstand von Ermittlungen von Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft. Spezialisten haben bereits Spuren gesichert.

Schlafende SIM-Karte

Das automatische Notrufsystem eCall ist seit dem 31. März 2018 obligatorisch für Neuwagen in Europa. Auch Fahrzeuge in der Schweiz sind damit ausgerüstet. Bei einem gravierenden Unfall wird automatisch ein Notruf zur bestgeeigneten Notrufzentrale aufgebaut. Zusätzlich erhält die Zentrale Zeitpunkt, Ort und Art des Fahrzeugs, damit die Rettungskräfte effizient disponiert werden können.

Das System überträgt die Daten über ein Mobilfunkmodul, das mit einer sogenannten schlafenden SIM-Karte ausgerüstet ist. Gemäss einem Merkblatt des Bundesamts für Strassen (Astra) können Fahrzeuge damit aber nicht verfolgt werden. Denn anders als Smartphones wähle sich diese erst in ein Mobilfunknetz ein, wenn eCall einen Notruf auslöse.

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