July 21, 2024

Appenzell Ausserrhoden hat entschieden: Die öffentliche Böögg-Verbrennung findet am 22. Juni in Heiden AR statt. Ein Mini-Sechseläuten soll es aber nicht geben.

Jan JanssenDaniel Krähenbühl

Darum gehts

  • Zum ersten Mal wurde beim Sechseläuten im Jahr 2024 der Böögg nicht angezündet. Der Wind war zu stark.

  • Bereits am Abend des Sechseläuten schien klar, dass der Böögg wohl in Appenzell Ausserrhoden verbrannt werden soll.

  • Nun wurde bekannt gegeben, dass der Böögg am 22. Juni in der Ortschaft Heiden AR angezündet werden soll.

Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat sich für Heiden AR als Durchführungsort der öffentlichen Böögg-Verbrennung entschieden. Der Anlass in der Vorderländer Zentrumsgemeinde geht am Samstag, 22. Juni, über die Bühne. Das teilt der Regierungsrat des Kantons Appenzell Ausserrhoden am Montagmorgen mit.

Nachdem der Böögg wegen starker Böen am diesjährigen Sechseläuten-Fest aus Sicherheitsgründen nicht hatte angezündet werden können, war relativ schnell klar, dass die Verbrennung im Kanton Appenzell Ausserrhoden stattfinden könnte. Das Ausserrhoder Sechseläuten-Komitee hat mit dem Kanton zunächst diverse Standorte auf Kantonsgebiet überprüft. Die Entscheidung sei schliesslich auf Heiden gefallen, so der Regierungsrat.

«Grösstes Kontingent an Hotelzimmern»

Laut dem Kanton Appenzell Ausserrhoden sprechen diverse Gründe für die Vorderländer Gemeinde: Heiden AR sei eine regionale Zentrumsgemeinde und gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen. Auf der Streuli-Wiese in unmittelbarer Nähe zum Dunantplatz und mit Blick auf den Bodensee könne der notwendige Sicherheitsabstand bei einer Verbrennung des Bööggs sichergestellt werden.

Bleibt es bis zum 22. Juni Winter?

Heiden habe zudem viel Erfahrung mit Grossanlässen – etwa mit dem Biedermeierfest, der Tour de Suisse oder dem Donnschtig-Jass – und verfüge über eine geeignete Infrastruktur. So findet sich in Heiden beispielsweise das grösste Kontingent an Hotelzimmern in Appenzell Ausserrhoden.

«Es gibt kein Mini-Sechseläuten»

Victor Rosser, Chef Kommunikation Zentralkomitee der Zünfte Zürichs (ZZZ), zeigt sich zufrieden: «Die Ausserrhödler geben Gas, der Entscheid ist wirklich schnell gefallen.» Das ZZZ sei dem Gastkanton sehr dankbar. «Ohne Appenzell Ausserrhoden hätte es keine Böögg-Verbrennung mehr gegeben», ist sich Rosser sicher. Das Zentralkomitee finde sich am Dienstag zur Sitzung ein, um die Einzelheiten zu diskutieren. «Es ist gut, dass wir einen Ort und ein Datum haben, aber die Arbeit fängt jetzt erst an.»

Klar sei, dass in Heiden nicht ein Sechseläuten mit Umzug und Reitern wie in Zürich stattfinden werde, sagt Rosser. «Es gibt kein Mini-Sechseläuten, es wird sich um eine würdige Böögg-Verbrennung handeln.» Es sei aber zu hoffen, dass das kalte Wetter und der Schneefall nicht bis zum 22. Juni anhalten würden. «So viel Macht hat der Böögg dann hoffentlich doch nicht.»

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