July 21, 2024

Dass der Höhepunkt des Sechseläuten wegen starker Winde abgesagt werden musste, sorgt sogar in den USA für Schlagzeilen.

Darum gehts

  • Am Montag musste die Böögg-Verbrennung am Sechseläuten wegen starker Winde abgesagt werden.

  • Die New York Times berichtet nun in einem Artikel ausführlich über den Anlass.

  • Offenbar habe sich eine «unschweizerische Enttäuschung breit» gemacht.

Eine enttäuschte Schweiz, eine Bevölkerung, die sich kollektiv in der Schwebe befindet, weil sie nicht weiss, ob es bald Sommer wird oder nicht: In einem Artikel in der New York Times berichtet eine Journalistin ausführlich über die Zürcher Tradition – und vergleicht den Anlass mit dem «Groundhog Day», dem Murmeltier-Tag.

«Stellen Sie sich vor, Punxsutawney Phil würde einmal nicht auftauchen. Wie würden die Menschen wissen, wie lange der Winter noch dauern würde?», schreibt die Frau über die Böögg-Verbrennung, die dieses Jahr wegen starker Winde abgesagt werden musste.

In den USA sagt das Murmeltier Phil am 2. Februar das Wetter voraus.

«Ein gewisses Murren feststellbar»

In diesem Limbo, dieser Vorhölle, würden sich auch die sonst stets stoischen Schweizer derzeit befinden. «Als klar wurde, dass der Schneemann um Punkt sechs nicht brennen wird, machte sich eine kurze, wenn auch sehr unschweizerische Enttäuschung breit.»

Wie enttäuscht warst du, als der Böögg nicht verbrannt wurde?

Der Zünfter Thomas Meier spricht gar davon, dass dem Anlass die Seele herausgerissen wurde. «Das hinterlässt in der Tat ein komisches Gefühl.» Und ein US-Expat teilte der Zeitung mit, dass «ein gewisses Murren» in der Menge feststellbar war.

Bis der Böögg verbrannt werde, herrsche noch Winter – das zumindest findet Thomas Meier. Daher sei extrem wichtig, dass der Böögg, laut der NYT, ein «mit Feuerwerken gefüllter Schneemann», bald verbrannt werde.

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