July 25, 2024

Die Jugend von heute will gar nicht mehr arbeiten, sagt Nau.ch-Kolumnist Rolf Knie. Und an Bildung fehle es ihnen auch …
Rolf Knie

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Jugend von heute wolle gar nicht mehr arbeiten – anders als früher, findet Rolf Knie.
  • Und durch die künstliche Intelligenz verlieren sie gar das Denken.
  • Rolf Knie mahnt in seiner Kolumne: «Arbeitet, arbeitet, arbeitet!»
  • Knie schreibt regelmässig Kolumnen auf Nau.ch.

Die heutige Generation hat eine komplett andere Vorstellung von Arbeit. Wenn die Jungen keine Arbeit haben, dann rufen sie sofort den Staat um Hilfe.

Bei uns war das anders. Früher sind wir gerannt, haben die Ärmel hochgekrempelt und haben irgendwas gemacht, um Arbeit zu kriegen. Nur: Die Jugend von heute will gar nicht mehr arbeiten, die wollen lieber die 35-Stunden-Woche. Oder sie werden Influencer, ein «Beruf», den niemand braucht. Dann spricht man immer von Arbeitskräftemangel …

Dazu kommt jetzt auch noch die künstliche Intelligenz (KI). Das ist mehr als gefährlich. Denn: Die Jugend verliert das Denken, sie verlernt, kreativ zu sein.

Der Mensch geht immer den geringsten Widerstand

Wer will noch einen Aufsatz schreiben oder recherchieren, wenn man einfach einen Knopf drücken kann und KI das in Sekunden übernimmt? Klar, der Mensch geht halt immer den Weg des geringsten Widerstandes.

So haben sie auch kein Wissen mehr. Sie übergeben das Wissen dem Handy und dem Computer, «Outsourcing» nennt man das heute. Wissen ist doch keine Bildung. Und der Jugend fehlt die Bildung – und leider auch die Ethik. Ich hatte früher im Internat am liebsten das Fach Ethik. Leider wurde das gestrichen.


Rolf Knie

Der Respekt vor dem Lehrer oder vor Institutionen ist ebenfalls verloren gegangen. Wenn der Lehrer irgendwas sagt, kommen die Eltern gleich mit dem Psychologen und dem Schulrat. Ich kenne ein paar Lehrerinnen und Lehrer, die haben alle aufgegeben.

Ich weiss, man darf nicht verallgemeinern, das ist klar. Aber die Ausnahmen werden in Zukunft Geld verdienen und die Welt gestalten. Das Auflösen von Wissen wird ein grosses Problem werden. Und deshalb werden immer mehr die Multis die Massen führen wie blinde Hühner, weil sie nichts hinterfragen und nichts wissen – und alles glauben.

Mein Rat: Bildet euch, glaubt nicht alles, hinterfragt. Und arbeitet, arbeitet, arbeitet!

Es gibt doch nichts Schöneres für einen jungen Menschen, als Leistung zu erbringen und am Abend stolz darauf schauen zu können, oder?

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