July 13, 2024

Bei den Tessiner Kommunalwahlen vom 14. April dreht sich fast alles um Lugano.

Bei den Tessiner Kommunalwahlen vom 14. April dreht sich fast alles um Lugano: Hier kandidiert der ehemalige SVP-Präsident Marco Chiesa für einen Sitz in der Exekutive. In Locarno und Ascona kommt es zu Wechseln im Stt- beziehungsweise Gemeindepräsidium.

Offen ist die Frage, ob Chiesa bei einem guten Abschneiden bei den Wahlen auch für das Amt des Sttpräsidenten kandidiert. Amtierender Präsident der grössten Tessiner Stt ist Michele Foletti von der Lega dei Ticinesi.

Obwohl SVP und Lega in Lugano eine gemeinsame Liste präsentieren, sind sie im Rennen um das Amt des Sttpräsidenten Konkurrenten. Die Frage, ob es zu einem Wechsel an der Spitze der Sttregierung kommen könnte, sorgte in den vergangenen Wochen und Monaten für einige Diskussionen und heisse Köpfe.

Bei den Tessiner Parlamentswahlen vor einem Jahr verzeichnete die SVP Gewinne, während die Lega Sitze im Grossen Rat verlor. Doch bisher konnte die grösste Schweizer Partei ihren Siegeszug in den Legislativen kaum je tel quel auf die Exekutiven übertragen. Ob sich diese Regel auch im Tessin bewahrheitet, wird der Sonntag zeigen.

Insgesamt werden im Tessin in 81 Gemeinden neue Exekutiven und in 80 Gemeinden neue Legislativen gewählt. In den übrigen Kommunen gibt es stille Wahlen oder die Wahlen wurden verschoben. In einigen Gemeinden existieren zudem Gemeindeversammlungen anstelle von Gemeindeparlamenten.

Eine neue Ära wird gleich in zwei grösseren Ortschaften des Locarnese eingeläutet. In der Filmstt Locarno tritt Alain Scherrer (FDP) nach neun Jahren nicht mehr zur Wahl an. In Ascona wird eine Nachfolge für Luca Pissoglio gesucht. Der ebenfalls der FDP angehörende Politiker amtete 12 Jahre als Gemeindepräsident.

An der Spitze der Kantonshauptstt Bellinzona wird hingegen aller Wahrscheinlichkeit nach alles beim Alten bleiben: Sttpräsident Mario Branda (SP) tritt nach 12 Jahren für eine vierte Amtszeit an. Seinen Rücktritt angekündigt hat hingegen sein Stellvertreter Simone Gianini von der FDP, der im Oktober in den Nationalrat gewählt wurde.


Marco Chiesa

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