July 21, 2024

Am Donnerstag verurteilte das Bezirksgericht Zürich eine 36-jährige Schweizerin wegen Geldwäscherei.
zürcher gericht

Das Bezirksgericht Zürich hat am Donnerstag eine 36-jährige Schweizerin wegen Geldwäscherei verurteilt. Die Treuhänderin aus der Ostschweiz ist Teil des Netzwerks, das dem belgischen Drogenboss Flor Bressers ein Leben in der Schweiz ermöglichte.

Immer wieder nahm die Beschuldigte gemäss Anklage Geld des «Fingerabschneiders», wie Bressers auch genannt wird, entgegen. Dabei müsse ihr bewusst gewesen sein, dass das Geld aus dem Drogenhandel stamme.

Das Geld zahlte sie auf ihr Konto ein oder transferierte es an eine Komplizin oder auf ein Firmenkonto. Unter anderem nutzte sie das Geld für einen Landkauf am Bodensee. Ein Teil des Geldes floss an Bressers zurück.

Verwendung illegaler Gewinne

Dieser kaufte sich davon etwa eine luxuriöse Hi-Fi/TV-Anlage für 70’000 Franken. Die 36-Jährige habe so die Einziehung von 320’880 Franken erschwert, heisst es in der Anklageschrift. Sie habe einen Gewinn von 51’000 Franken erzielt sowie indirekt 100’000 Franken von noch zu verkaufenden Wohnungen aus dem Projekt im Thurgau.

Der Prozess fand im abgekürzten Verfahren statt. Das Gericht bestätigte den Urteilsvorschlag von Staatsanwaltschaft und Verteidiger.

Urteil und Folgen

Die 36-Jährige wurde zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwölf Monaten und einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 110 Franken verurteilt. Es gilt eine Probezeit von zwei Jahren. Zudem muss die Treuhänderin dem Staat eine Ersatzforderung von 120’000 Franken bezahlen.

Bressers wurde 2022 in Zürich verhaftet und nach Belgien ausgeliefert. Er hatte sich nach einer Verurteilung in Belgien 2020 mit seiner Freundin in die Schweiz abgesetzt.

Das Bezirksgericht Zürich verurteilte seine Freundin in Abwesenheit. Weitere Personen sollen ihnen das geheime Leben in der Schweiz ermöglicht haben. So sitzt gemäss CH Media ein «Luxus-Concierge» in Untersuchungshaft, der ebenfalls Geld gewaschen haben soll.

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