July 25, 2024

Beim Bergsturz im Engin scheint es Glück im Unglück gegeben zu haben: Trotz der extremen Masse an Gestein scheint niemand verletzt worden zu sein.
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bergsturz im Engin hatte gewaltige Ausmasse.
  • Scheinbar ist es allerdings zu keinen grossen Schäden gekommen.
  • Ausserdem gibt es keine Hinweise auf Verschüttete.

Ein gewaltiger Bergsturz hat am Sonntagmorgen die Ruhe im Engin erschüttert. Der Piz Scerscen, ein Gipfel der Berninagruppe, verlor kurz vor sieben Uhr eine beträchtliche Menge an Gestein. Trotz des Ausmasses des Naturereignisses gibt es bisher keine Berichte über ernsthafte Schäden oder Verletzte.

Gian Peter Niggli, Gemeindepräsident von Samedan, schätzt das Volumen des abgestürzten Materials auf über eine Million Kubikmeter. Das ist vergleichbar mit dem Bergsturz von Bondo im Jahr 2017. Er betonte die Seltenheit eines solchen Ereignisses und bezeichnete die Dimension als «sehr selten», wie SRF berichtet.

Keine Anzeichen auf verschüttete Personen nach Bergsturz

Die herabgestürzte Felsmasse hat sich auf einer Länge von mehr als fünf Kilometern im Val Roseg ausgebreitet. Das betroffene Gebiet liegt oberhalb des Ferienortes Pontresina und gehört zur Gemeinde Samedan.


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Die Bündner Kantonspolizei berichtete nach Suchflügen über das Gebiet, dass es keine Anzeichen für verschüttete Personen gibt. Weiters liegen auch keine Meldungen über Vermisste vor. Tourengänger, die in der Nähe in der SAC-Hütte Tschierva übernachtet hatten, wurden in Sicherheit gebracht.

Enginer Bergsturz könnte See bilden

«Man darf annehmen, dass zu dieser Morgenzeit niemand im Gebiet unterwegs war», fügte die Pressesprecherin der Kantonspolizei laut SRF hinzu. Die Behörden rieten allerdings davon ab, das Rosegtal und das Gebiet des Bergsturzes zu betreten. Eine Sperrung des Gebiets sei aufgrund seiner Grösse jedoch nicht möglich.

Die Gemeinde Samedan arbeitet nun mit dem kantonalen Amt für Wald und Naturgefahren zusammen, um die Situation zu analysieren. Geeignete Massnahmen sollen möglichst schnell ergriffen werden.

Dabei wird insbesondere der Zustand der verschütteten Wanderwege und die Gefahr einer Seebildung untersucht. Dieser könnte aufgrund der Stauwirkung der herabgestürzten Gesteinsmassen entstehen.

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