July 13, 2024

Aktiviten und Studenten bei einer propalästinensischen Demonstration auf dem Campus der George-Washington-Universität in Washington.

Hier wird Inhalt angezeigt, der zusätzliche Cookies setzt.

An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.

Cookies zulassenMehr Infos

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat die pro-palästinensischen Proteste an Hochschulen in den Vereinigten Staaten verurteilt und mit einer tödlichen Demonstration von Rechtsextremen in der Stadt Charlottesville im Jahr 2017 verglichen. Das Ausmass des «Hasses» nun sei deutlich schlimmer als in Charlottesville, sagte Trump am Donnerstag. Charlottesville sei «nichts im Vergleich – und der Hass war nicht die Art von Hass, die wir hier haben».

Bei einer Demonstration von Rechtsextremen im Jahr 2017 in Charlottesville war ein Neonazi mit seinem Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten gerast. Eine Frau wurde getötet und 19 weitere Menschen wurden verletzt.

Der Aufmarsch von Neonazis und anderen Rassisten in Charlottesville hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt – auch deshalb, weil Trump, damals US-Präsident, das Verhalten von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten gleichsetzte und von «Gewalt auf vielen Seiten» sprach.

Dutzende Festnahmen an Columbia University

In den USA kommt es seit vergangener Woche zu pro-palästinensischen Protesten an Universitäten. Begonnen hatten sie an der Columbia University in New York mit Forderungen an die Universität, sich von Unternehmen zu trennen, die Verbindungen nach Israel haben. In der vergangenen Woche gab es dort Dutzende Festnahmen, nachdem die Universität die Polizei gerufen hatte, um den Protest zu beenden, den jüdische Studenten als bedrohlich und antisemitisch bezeichneten.

Auch an anderen Universitäten in den USA wurden Proteste gestartet. Am Mittwoch wurden mehr als 90 Menschen in der kalifornischen Metropole Los Angeles festgenommen, in Austin im Bundesstaat Texas gab die Polizei die Festnahme von mehr als 30 Menschen bekannt.

Haupt-Abschlussfeier wird abgesagt

Vor dem Hintergrund aufgeheizter Proteste an US-Universitäten rund um den Gaza-Krieg hat die University of Southern California in Los Angeles eine geplante Grossveranstaltung bei der traditionellen Abschlussfeier abgesagt. Mit Verweis auf besondere Sicherheitsvorkehrungen werde ein für Mai geplantes Event auf der Hauptbühne, zu dem 65’000 Menschen erwartet wurden, nicht stattfinden, teilte die Universität im US-Bundesstaat Kalifornien am Donnerstag (Ortszeit) mit. Andere Veranstaltungen für die diesjährigen USC-Absolventen seien aber weiterhin geplant.

In den USA haben sich die propalästinensischen Demonstrationen an Universitäten ausgeweitet und teils verschärft. Am Mittwochabend (Ortszeit) nahm die Polizei in Los Angeles mehr als 90 Menschen fest, die während Demonstrationen auf das Gelände der University of Southern California vorgedrungen sein sollen, wie der US-Sender CNN berichtete. Demnach sollen Demonstranten auf dem Campus der privaten Universität unter anderem Zelte aufgeschlagen haben.

Zunächst waren vor allem die New Yorker Universitäten Columbia und New York University (NYU) sowie die Yale University im US-Bundesstaat Connecticut betroffen. Mehr als hundert Demonstranten wurden dort zwischenzeitlich festgenommen – sie hatten sich geweigert, nicht genehmigte Proteste zu beenden. Teilen der Protestierenden wird Antisemitismus und die Verharmlosung der islamistischen Hamas vorgeworfen, deren Ziel unter anderem die Beseitigung des Staates Israel ist. Die Hamas hatte mit ihren Massakern und den Geiselnahmen in Israel am 7. Oktober vergangenen Jahres den Gaza-Krieg ausgelöst. (DPA)

Trump vor Gericht

Der wichtigste Trump-Prozess wird sich verzögernAnhörung am Obersten GerichtDer wichtigste Trump-Prozess wird sich verzögern

Justiz-Marathon für Trump: Zwei Anhörungen an einem TagGrosskampftag für Ex-PräsidentenJustiz-Marathon für Trump: Zwei Anhörungen an einem Tag

DPA

8 Kommentare