July 25, 2024

Publiziert: 25.02.2024, 16:24Aktualisiert vor 3 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit Sonntagnachmittag berät das israelische Kriegskabinett über die Reaktion auf Irans Grossangriff.

  • Die Staats- und Regierungschefs der G7 verurteilen den Angriff aufs Schärfste und warnen vor einer unkontrollierbaren Eskalation.

  • Der israelische Heimatschutz hat nach dem Angriff vorerst Entwarnung gegeben. Israels Militär hat nach eigenen Angaben 99 Prozent der etwa 300 Geschosse abgefangen.

  • Iran droht mit Konsequenzen, sollten Israel oder andere Staaten militärisch auf den Angriff reagieren.

1 / 8Explosionen am Himmel über Israel: Der Iran hatte am späten Samstagabend erstmals seine Drohung wahrgemacht und Israel direkt mit Drohnen und Raketen angegriffen.Explosionen von abgewehrten Flugkörpern aus Iran erleuchten in der Nacht auf Sonntag den Himmel über Jerusalem.

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00:23 UhrGuterres: «Die Welt kann sich keinen weiteren Krieg leisten»

UN-Generalsekretär António Guterres hat bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates zur Lage im Nahen Osten eindringlich vor einer Eskalation des Konflikts zwischen Israel und dem Iran gewarnt. «Weder die Region noch die Welt können sich einen weiteren Krieg leisten», sagte Guterres am Sonntag. «Der Nahe Osten steht am Abgrund. Die Menschen in der Region sind mit der realen Gefahr eines verheerenden, umfassenden Konflikts konfrontiert.»

Es sei jetzt an der Zeit, den Konflikt «zu entschärfen und zu deeskalieren», mahnte Guterres, der von allen Seiten «maximale Zurückhaltung» forderte.

UN-Generalsekretär António Guterres spricht an der Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates in New York. (14. April 2024)

Die Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York hatte Israel beantragt. In seiner Rede verurteilte Guterres erneut die iranischen Angriffe auf Israel und auch den Angriff auf das iranische Konsulatsgebäude in Damaskus. «Es ist an der Zeit, vom Abgrund zurückzutreten», sagte Guterres. «Es ist wichtig, jede Aktion zu vermeiden, die zu grösseren militärischen Auseinandersetzungen an mehreren Fronten im Nahen Osten führen könnte.» (AFP)

14.04.2024, 22:52Israelisches Kriegskabinett vertagt sich offenbar

Das israelische Kriegskabinett ist am Sonntagabend zu Gesprächen über eine mögliche Reaktion auf den iranischen Angriff in der Nacht zuvor zusammengetreten. Entscheidungen seien nicht getroffen worden, verlautete anschliessend aus informierten Kreisen. Militärsprecher Daniel Hagari wollte sich auf die Frage nach Plänen für eine mögliche Vergeltungsaktion nicht direkt äussern. «Wir sind an allen Fronten in hoher Bereitschaft», sagte er. (DPA)

14.04.2024, 21:40Siebenjährige nach iranischem Angriff schwer verletzt

Bei dem Grossangriff des Irans auf Israel ist nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom ein siebenjähriges Mädchen schwer verletzt worden. Es handele sich um eine Beduinin aus dem Umkreis der Stadt Arad in der Negev-Wüste, teilte der Rettungsdienst am Sonntag mit. Der Rettungsdienst hatte zunächst berichtet, es habe bei den iranischen Angriffen keine Verletzten gegeben. Nach Angaben einer Rettungsdienstsprecherin war das Mädchen am Sonntagabend weiter in Lebensgefahr. Es habe schwere Kopfverletzungen erlitten, sagte sie. (DPA)

14.04.2024, 21:28Israels Aussenminister: Iran muss einen Preis bezahlen

Der israelische Aussenminister Israel Katz hat nach Gesprächen mit seinem britischen Kollegen David Cameron und Frankreichs Aussenminister Stéphane Séjourné betont, der Iran müsse einen Preis für seinen Angriff auf Israel zahlen. Er habe ihnen gesagt, dass es für sie an der Zeit sei, das iranische Regime zu schwächen, schrieb Katz am Sonntagabend auf der Plattform X (ehemals Twitter). Darunter zählte er die Einstufung der Iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation und scharfe Sanktionen gegen das iranische Raketenprogramm. In einem weiteren Gespräch mit dem ägyptischen Aussenminister habe er ebenfalls betont, dass die gemässigten Staaten der Region handeln müssten, um die iranische Aggression zu stoppen. (DPA)

14.04.2024, 20:16US-Regierungsvertreter: Würden uns nicht an Vergeltungsschlag Israels beteiligen

Die USA würden sich nach Angaben eines hochrangigen Regierungsvertreters nicht an einem möglichen Vergeltungsschlag Israels gegen den Iran beteiligen. «Wir würden uns selbst nicht an einer solchen Aktion teilnehmen sehen», sagte am Sonntag in Washington der Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte. Präsident Joe Biden habe Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu in einem Telefon aufgefordert, bei den Überlegungen über eine Reaktion auf den iranischen Angriff «vorsichtig und strategisch» zu agieren.

«Die Israelis haben uns klar zu verstehen gegeben, dass sie nicht auf eine erhebliche Eskalation mit dem Iran aus sind», sagte der US-Regierungsvertreter weiter. Biden habe seinerseits gegenüber Netanjahu « sehr klar gemacht, dass wir sehr vorsichtig und strategisch über die Risiken einer Eskalation nachdenken müssen». (AFP)

14.04.2024, 17:53G7 rufen zu «Zurückhaltung» auf

Die Gruppe der G7-Staaten hat den Angriff des Iran auf Israel «einhellig» verurteilt. Wie EU-Ratspräsident Charles Michel am Sonntag nach einer Videokonferenz der Staatengruppe mitteilte, rufen sie zudem alle Seiten zur «Zurückhaltung» auf. Zur G7-Gruppe wichtiger Industrieländer zählen die USA, Deutschland, Italien, Frankreich, Grossbritannien, Kanada und Japan. (AFP)

14.04.2024, 17:14Israels Kriegskabinett berät über Reaktion auf Irans Angriff

Benny Gantz, Mitglied des israelischen Kriegskabinetts, hofft auf die Bildung einer regionalen Koalition gegen die iranische Bedrohung. Man werde dafür sorgen, dass der Iran den Preis für seinen Angriff auf Israel zahlen werde, «wie und wann es uns passt», sagte Gantz am Sonntag. «Der Iran ist ein weltweites Problem, eine regionale Herausforderung und auch eine Gefahr für Israel», erklärte Gantz. Die Welt habe sich in der Nacht zum Sonntag gemeinsam mit Israel dieser Gefahr gestellt. Dies sei ein strategischer Erfolg für Israel. Israel habe «bewiesen, dass es ein Anker militärischer und technologischer Stärke und Anker der Sicherheit im Nahen Osten» sei.

Das Kriegskabinett versammelte sich am Sonntagnachmittag, um über das weitere Vorgehen nach dem iranischen Angriff auf Israel zu beraten. Das israelische Militär wehrte nach eigenen Angaben die Attacke erfolgreich ab. Dabei hatte es Unterstützung der USA, Grossbritanniens, Frankreichs und Jordaniens. (DPA)

14.04.2024, 16:43Iran: USA wurden vor Angriff auf Israel informiert

Der Iran hat die USA nach Angaben von Aussenminister Hossein Amirabdollahian vorab über den Angriff auf Israel informiert. In einer Botschaft an das Weisse Haus sei am frühen Sonntag angekündigt worden, «dass unsere Operation begrenzt und minimalistisch sein und auf legitime Verteidigung und die Bestrafung des israelischen Regimes abzielen werde», sagte Amirabdollahian in einer Pressekonferenz.

Zivile Ziele seien ebenso wenig ins Visier genommen worden wie wirtschaftliche oder bevölkerte Gebiete, sagte der Aussenminister. Bei dem «legitimen Akt der Verteidigung» sei es lediglich darum gegangen, «das israelische Regime» zu bestrafen. «Wir sind nicht hinter amerikanischen Einzelpersonen oder Stützpunkten in der Region her», fügte Amirabdollahian hinzu. (DPA)

14.04.2024, 16:36«Beispiellose Eskalation»: EU verurteilt Angriff Irans gegen Israel

Die EU hat den Angriff des Irans gegen Israel mit Drohnen und Raketen auf das Schärfste verurteilt. «Dies ist eine beispiellose Eskalation und eine Bedrohung für die regionale Sicherheit», teilte EU-Chefdiplomat Josep Borrell am Sonntag im Namen der Staatengemeinschaft mit. «Wir appellieren an alle Parteien, äusserste Zurückhaltung zu üben.» In dieser äusserst angespannten regionalen Situation könne eine weitere Eskalation in niemandes Interesse sein, so Borrell weiter.

In dem Statement bekräftigte er weiterhin das Engagement der Europäischen Union für die Sicherheit Israels. «Die EU ist weiterhin fest entschlossen, zur Deeskalation und zur Sicherheit in der Region beizutragen, und steht zu diesem Zweck in engem Kontakt mit allen Seiten.» Er habe mit dem iranischen Aussenminister Hussein Amirabdollahian gesprochen, um ihm diese Botschaften zu übermitteln und ihn aufzufordern, nicht weiter zu eskalieren, schrieb Borrell am Sonntagnachmittag auf der Plattform X (ehemals Twitter).

Für Dienstag hat Borrell ein ausserordentliches Treffen der EU-Aussenminister einberufen. (DPA)

14.04.2024, 16:34Israel: Militär greift Hisbollah-Stellung im Ostlibanon an

Die israelische Armee hat am Sonntag Ziele im Osten des Libanons angegriffen. Kampfflugzeuge des Militärs hätten als Reaktion auf die in der Nacht auf den Norden Israels abgefeuerten Raketen eine bedeutende Hisbollah-Waffenproduktionsstätte in der von der Schiitenmiliz beherrschten Gegend von Nabi Sheet in der Nähe der Stadt Baalbek angegriffen, teilte die Armee mit. Nach Angaben von libanesischen Sicherheitskreisen und der proiranischen Hisbollah sind drei Menschen verletzt worden.

Libanesische Sicherheitsquellen berichteten, dass ein zweistöckiges Gebäude von den israelischen Kampfflugzeugen getroffen worden sei. Die Hisbollah sei in dem Gebiet daraufhin in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden.

Es kommt eher selten vor, dass Ziele von Israels Militär so weit entfernt von der israelisch-libanesischen Grenze angegriffen werden. Baalbek liegt in etwa 100 Kilometer von ihr entfernt. Die Stadt bildet in der Region einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt, über den viele Agrartransporte laufen. Sie gilt zudem als Hochburg der Hisbollah. (DPA)

14.04.2024, 15:50Iran schickte gefährliche Kamikaze-Drohnen Richtung Israel

Bei Irans erstem direktem Angriff auf Israel sind mit hoher Wahrscheinlichkeit auch sogenannte Kamikaze-Drohnen vom Typ Shahed 136 eingesetzt worden. Diese unbemannten Waffensysteme werden in Iran hergestellt und wurden auch in großer Zahl an Russland geliefert, das die Drohnen mit ihren dreieckigen Tragflächen, Spannweite etwa 2,5 Meter, im Krieg gegen die Ukraine einsetzt. Shahed 136 sind propellergetrieben und tragen einen einfachen Sprengkopf von etwa 50 Kilogramm. Mit ihrer Reichweite von mindestens 2000 Kilometern können sie Israel von Iran aus problemlos erreichen.

Iran hat bei dem Angriff offenbar eine Taktik aus dem Ukraine-Krieg genutzt. So wurde ein größerer Schwarm der nur etwa 180 Kilometer pro Stunde schnellen und vergleichsweise billigen Drohnen entlang eines mit GPS-Positionsdaten programmierten Pfades Richtung Israel geschickt. Die Drohnen erreichten so etwa zur selben Zeit ihr Zielgebiet wie die Stunden später abgefeuerten Marschflugkörper und ballistischen Raketen. Mit den insgesamt etwa 300 Geschossen sollte die israelische Luftabwehr verwirrt und überfordert werden. Allerdings konnte Israel nach eigenen Angaben 99 Prozent der Drohnen und Raketen abfangen, bevor sie auf ihre Ziele stürzten. (Sebastian Gierke)

14.04.2024, 15:38USA wollen weder «Eskalation» noch «Krieg» mit dem Iran

Die USA wollen nach eigenen Angaben weder eine «Eskalation» noch «Krieg» mit dem Iran. «Wir wollen keine Eskalation. Wir sind nicht auf einen grösseren Krieg mit dem Iran aus», sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates im Weissen Haus, John Kirby, am Sonntag dem Sender NBC. Zugleich machte er klar, dass die USA «wachsam» wegen möglicher iranischer Drohungen gegen US-Soldaten in der Region seien.

Zuvor hatte US-Präsident Joe Biden bereits den «dreisten» iranischen Angriff «auf das Schärfste» verurteilt. Zugleich sicherte er Israel erneut die «unerschütterliche» Unterstützung der USA zu, wobei es laut Beobachtern so schien, als ob Biden den Verbündeten von einem militärischen Gegenschlag abhalten wolle. Der US-Präsident telefonierte auch mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu. Laut einem Bericht der Nachrichtenseite Axios machte der US-Präsident dabei klar, dass er einen israelischen Gegenangriff ablehne. (DPA)

14.04.2024, 15:20Israels Aussen­ministerium: Revolutions­garden zu Terrororganisation erklären

Nach dem Angriff des Irans auf Israel mit Raketen und Drohnen hat das israelische Aussenministerium gefordert, der Iran müsse einen Preis für die Aggression bezahlen. Dazu gehöre als sofortige Reaktion die Einstufung der iranischen Revolutionsgarden, die die Angriffe durchgeführt hätten, als Terrororganisation, hiess es in der Mitteilung vom Sonntag, die Aussenamtssprecher Lior Haiat auch auf der Plattform X (vormals Twitter) verbreitete. Dem Iran müssten schmerzhafte Sanktionen auferlegt werden, einschliesslich im Bereich von Raketen.

Der iranische Angriff sei von zusätzlichen Terrorangriffen durch irakische Milizen, die Huthi-Miliz im Jemen und die Hisbollah im Libanon begleitet worden, so Haiat. Die Attacke beweise, was Israel seit Jahren erkläre: Der Iran sei die grösste Bedrohung der regionalen Stabilität und stehe hinter den Terrorangriffen in der Region. (DPA)

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Cookies zulassenMehr Infos14.04.2024, 15:13Türkei ruft nach iranischem Angriff auf Israel zur Deeskalation auf

Der türkische Aussenminister Hakan Fidan hat nach dem Angriff des Irans auf Israel in einem Telefonat mit seinem iranischen Kollegen zur Deeskalation aufgerufen. Fidan habe im Gespräch mit Aussenminister Hussein Amirabdollahian deutlich gemacht, dass die Türkei keine weitere Eskalation in der Region wolle, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag unter Berufung auf Diplomatenkreise.

Die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei hatten sich zuletzt im Zuge des Gaza-Krieges wieder verschlechtert. Am Dienstag hatte die Türkei etwa Handelsbeschränkungen gegen Israel erlassen, und Israel beschuldigt, für ein «Massaker an den Palästinensern» verantwortlich zu sein. Israel stand noch im vergangenen Jahr an zwölfter Stelle der wichtigsten Handelspartner im Aussenhandel der Türkei. Auch zum Iran unterhält die Türkei gute Handelsbeziehungen. An einer weiteren Eskalation in der Region hat Ankara auch schon aus wirtschaftlichen Gründen kein Interesse. (DPA)

14.04.2024, 14:52Selenski verurteilt iranischen Angriff auf Israel

Der ukrainische Präsident Wolodymir Selenski hat den iranischen Angriff auf Israel verurteilt und Parallelen zum Krieg in seinem Land gezogen. «Wir in der Ukraine kennen die Schrecken ähnlicher Angriffe durch Russland sehr gut, das die gleichen Schahed-Drohnen und russischen Raketen einsetzt, die gleiche Taktik der Massen-Luftangriffe», schrieb Selenski am Sonntag auf der Plattform X, dem früheren Twitter.

Es müsse alles unternommen werden, um eine weitere Eskalation im Nahen Osten zu verhindern, erklärte der Präsident. Irans Handlungen bedrohten die gesamte Region und die Welt, genauso wie Russlands Aktionen in einen grösseren Konflikt münden könnten. «Die offensichtliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Regimen bei der Verbreitung von Terror muss eine entschlossene und vereinte Antwort der Welt erfahren.» Selenski rief den amerikanischen Kongress auf, die notwendigen Entscheidungen zu treffen, um Amerikas Verbündete in einer kritischen Zeit zu stärken. (DPA)

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Cookies zulassenMehr Infos14.04.2024, 14:45EU-Chefdiplomat beruft Sondersitzung der Aussen­minister ein

Nach der Attacke Irans gegen Israel kommen die Aussenminister der Europäischen Union zu ausserplanmässigen Gesprächen zusammen. Er habe für Dienstag eine ausserordentliche Video-Sitzung der EU-Aussenminister einberufen, schrieb der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell am Sonntag auf der Plattform X (ehemals Twitter). «Unser Ziel ist es, zur Deeskalation und Sicherheit in der Region beizutragen.» (DPA)

14.04.2024, 14:29Irans Aussenminister: Verbündete 72 Stunden vor Angriff gewarnt

Der Iran hat nach Worten seines Aussenministers Verbündete in der Region im Vorfeld über einen Angriff auf Israel unterrichtet. «Natürlich haben wir unseren Freunden in den Ländern der Region 72 Stunden vor der Operation mitgeteilt, dass die Antwort des Irans in Form einer legitimen Verteidigung definitiv und sicher ist», sagte Hussein Amirabdollahian laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna am Sonntag. Ob den Verbündeten damit auch der genaue Zeitpunkt mitgeteilt wurde, war nicht klar.

«Wir betrachten die Sicherheit unserer Nachbarn und der Region als die Sicherheit der Islamischen Republik Iran», fügte der Minister hinzu und sagte: «Wir haben davor gewarnt, dass wenn die Vereinigten Staaten den Luftraum oder Boden der entsprechenden Länder zur Verteidigung von Tel Aviv nutzen, amerikanische Militärstützpunkte in dem (jeweiligen) Land zum Ziel genommen werden.» (DPA)

14.04.2024, 14:12USA bezeichnen iranischen Angriff als «dreist»

US-Präsident Joe Biden bezeichnete den iranischen Angriff als «dreist» und sicherte Israel seine «unerschütterliche» Unterstützung zu. «Unsere Verpflichtung für Israels Sicherheit gegen Bedrohungen aus dem Iran und von dessen Stellvertretern ist unerschütterlich», erklärte Biden. Zuvor hatte er eine Dringlichkeitssitzung mit seinem für Sicherheitsangelegenheiten zuständigen Team abgehalten. (DPA)

14.04.2024, 13:48Sunak bestätigt: Britsche Jets haben Drohnen abgeschossen

Der britische Premierminister Rishi Sunak hat den Einsatz britischer Jets zur Abwehr iranischer Drohnen bestätigt. Kampfflugzeuge hätten «eine Reihe» iranischer Angriffsdrohnen abgeschossen, sagte Sunak am Sonntag. Zuvor war bekannt geworden, dass Grossbritannien zusätzliche Flugzeuge in die Region verlegt hatte.

Zum iranischen Angriff sagte Sunak: «Das war eine gefährliche und unnötige Eskalation, die ich auf das Schärfste verurteilt habe.» Der Premier lobte die koordinierte Aktion der Verbündeten. Dadurch seien fast alle Drohnen und Raketen, die in Richtung Israel abgefeuert worden waren, abgefangen worden. Dies habe nicht nur in Israel, sondern auch in Nachbarländern wie Jordanien Leben gerettet. (DPA)

Der britische Premier Rishi Sunak. 14.04.2024, 13:07Sánchez ruft «alle» zu Verantwortung und Zurückhaltung auf

Nach dem Angriff des Irans auf Israel hat Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez «alle internationalen Führer» zu Verantwortung und Zurückhaltung aufgerufen. Sánchez verurteilte am Sonntag auf der Online-Plattform X, vormals Twitter, die Attacken in einer «langen und quälenden Nacht». Madrid habe «immer jede Form von Gewalt gegen die Sicherheit und das Wohlergehen unschuldiger Zivilisten verurteilt und wird dies auch weiterhin tun», betonte er.

Man müsse aus der Geschichte lernen und alles versuchen, «um die Konflikte auf diplomatischem Wege zu lösen und um jeden Preis eine noch grössere Eskalation zu vermeiden», betonte der sozialistische Politiker, der in der Europäischen Union zu den schärfsten Kritikern des israelischen Vorgehens im Gazastreifen gehört. Sánchez hatte jüngst eine baldige Anerkennung des Staates Palästina angekündigt. (DPA)

Der spanische Premierminister Pedro Sánchez. Ältere Beiträge

SDA/AFP/DPA/red