July 13, 2024

Die USA im Bürgerkrieg: Ausschnitt aus dem aktuellen Kinoschlager «Civil War» des Studios A24, in dem Kirsten Dunst eine Kriegsfotografin spielt, die in blutige Schlachten hineingezogen wird.

Der amerikanische Bürgerkrieg ist zurück. Im Kino und in den Köpfen der Amerikanerinnen und Amerikaner: «Civil War» ist der bisher erfolgreichste Film des Jahres. Und der gehässige Wahlkampf zwischen Donald Trump und Joe Biden hat die Debatte über die Gefahr eines neuen Bürgerkriegs lanciert.

Im Wahlkampf zentral ist der Bundesstaat Pennsylvania, mit fast 120 Millionen Einwohnern der grösste und deshalb wichtigste Swing-State. Pennsylvania ist gleichzeitig Schauplatz im neuen Bürgerkriegsfilm. Tatsächlich kam es 1863 in Gettysburg, Pennsylvania, zur entscheidenden Schlacht im amerikanischen Bürgerkrieg. Präsident Abrahm Lincoln hielt dort seine berühmte, nur 272 Worte umfassende Rede, in der er die Einheit der Union beschwor und die Sklaverei verdammte. (Hier geht es zur Gettysburg-Rede im englischen Original samt deutscher Übersetzung.)

Begeistert von Donald Trump: Serviererin Stacy Boyko in einem Diner in Lehigh Valley, Pennsylvania.

2024 kämpfen in Pennsylvania Biden und Trump um jedes County, jeden Bezirk. Vor allem um das Lehigh Valley mit seinen knapp 900’000 Einwohnern, wo sich die Wahl im November entscheiden könnte. Deshalb ist USA-Korrespondent Fabian Fellmann nach Pennsylvania gereist. Er unterhielt sich unter anderem mit der Serviererin Stacy Boyko, einer Wechselwählerin, die von Donald Trump begeistert ist. (Lesen Sie hier die Reportage aus Pennsylvania.)

Die zerrissenen Vereinigten Staaten

Donald Trump oder Joe Biden? In diesem Jahr kommt es zur Neuauflage des Duells von 2020. Die folgenschwere Entscheidung über den nächsten US-Präsidenten dürfte in einigen wenigen amerikanischen Bundesstaaten fallen: in den Swingstates, wo mal die Demokraten, mal die Republikaner die Mehrheit holen.

Was treibt die so unterschiedlichen Wählerinnen und Wähler in Nevada, Georgia, Arizona, Wisconsin und Pennsylvania um? Vor dem Wahltag vom 5. November 2024 stellen unsere USA-Korrespondenten in loser Folge Menschen aus diesen fünf wichtigen Swingstates vor. Bereits erschienen:

  • Nevada: Gemüsebauer Rodney Mehring sagt, warum er Joe Biden unterstützt.

  • Georgia: Aktivistin Helen Butler motiviert Afroamerikaner zur Stimmabgabe.

  • Arizona: Latina Martha Llamas erklärt, warum sie Donald Trump wählt.

  • Wisconsin: Lehrerin Tammy Johnson fühlt sich von den Republikanern im Stich gelassen.

  • Pennsylvania: Serviererin Stacy Boyko wählt Trump, obwohl sie Demokratin ist.

Wie ticken die Wählerinnen und Wähler in Pennsylvania? Wie blicken sie auf die anstehende Wahl? Und wie gross ist die Gefahr eines neuen Bürgerkriegs wirklich? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Fabian Fellmann in einer neuen Folge des USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?».

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Was die Vereinigten Staaten spaltet

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15. bis 18. Juli: Die republikanischen Delegierten treffen sich in Milwaukee, Wisconsin. Auf dem Parteitag werden sowohl der republikanische Präsidentschaftskandidat als auch der Vizepräsidentschaftskandidat von den Delegierten offiziell gewählt, das Wahlprogramm verabschiedet und der Wahlkampf für die General Election eingeläutet.

19. bis 22. August: Die Demokraten treffen sich in Chicago, Illinois. Dabei geht es auch darum, die Reihen hinter dem Kandidatenduo Joe Biden und Kamala Harris zu schliessen.

2. September: Die heisse Phase des Wahlkampfs beginnt mit dem Labour Day. Höhepunkte sind traditionell die vier TV-Debatten, drei zwischen den Präsidentschaftskandidaten, eine zwischen den Vizes. Ob sie auch in diesem Jahr stattfinden werden, ist Gegenstand eifriger Spekulationen. Vorerst aber sind folgende TV-Duelle geplant:

  • 16. September: Erste TV-Debatte zwischen den Präsidentschaftskandidaten in San Marcos, Texas

  • 25. September: TV-Debatte zwischen den Vize-Kandidaten in Easton, Pennsylvania

  • 1. Oktober: Zweite TV-Debatte zwischen den Präsidentschaftskandidaten in Petersburg, Virginia

  • 9. Oktober: Dritte TV-Debatte zwischen den Präsidentschaftskandidaten in Salt Lake City, Utah

5. November: Der Wahltag. Insgesamt sind 538 Elektorenstimmen zu vergeben, wer 270 davon holt, ist Präsident der Vereinigten Staaten. Neben dem Präsidenten werden alle 435 Abgeordneten im Repräsentantenhaus und 34 Senatoren, ein Drittel des US-Senats, gewählt. Ausserdem finden in verschiedenen Bundesstaaten Gouverneurswahlen statt.

Unsere gesammelte Berichterstattung zu den US-Wahlen finden Sie hier.

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