July 21, 2024

Nach dem Messerangriff in der Kriche kam es auf der Strasse zu Tumulten. (15. April 2024)

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Zwei Tage nach dem Messerangriff mit sechs Toten in einem Einkaufszentrum in Sydney sind bei einem Messerangriff in einer Kirche der australischen Metropole am Montag vier Menschen verletzt worden. Die Polizei nahm nach dem Angriff in der assyrischen Christ the Good Shepherd Church im Westen der australischen Metropole einen 15-Jährigen unter Tatverdacht fest und stufte die Tat als «Terrorakt» ein.

Nach Angaben des Rettungsdienstes wurden bei dem Angriff in der Kirche vier Menschen verletzt, darunter der mutmassliche Täter. Auf Bildern einer Liveübertragung war zu sehen, wie ein Mensch sich dem Altar nähert, seinen rechten Arm hebt und mit einem Messer auf den Priester einsticht, bevor er von Kirchengängern überwältigt wird. Unter den Gläubigen bricht Panik aus, Schreie ertönen.

Zwei Polizisten verletzt

Nach dem Angriff kam es vor der Kirche zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und hunderten empörten Mitgliedern der Gemeinde, die versuchten, zu dem Verdächtigen zu gelangen. Zwei Polizeibeamte wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Ein AFP-Journalist berichtete von Wurfgeschossen und Polizisten, die die Menge mit Schutzschilden von der Kirche wegdrängten. Der stellvertretende Polizeipräsident von New South Wales, Andrew Holland, erklärte, die Menge habe eine «emotionale Reaktion auf das Geschehen in der Kirche» gezeigt – angeheizt durch Gerüchte, die im Internet kursierten. Hollands Angaben zufolge wurden zwei Polizeiautos und mehrere Häuser beschädigt, als die Menschen «Flaschen, Steine und andere Objekte» warfen.

Mann ersticht in Einkaufszentrum sechs Menschen

Am Samstag hatte ein psychisch kranker Mann in einem Einkaufszentrum in Sydney fünf Frauen und einen Mann mit einem Messer erstochen und zahlreiche weitere schwer verletzt, darunter ein Baby. Gestoppt wurde der Angreifer von einer Polizistin, die sich dem Mann allein in den Weg stellte und ihn erschoss.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte der 40-Jährige offenbar gezielt Frauen angegriffen. Einen terroristischen Hintergrund schlossen die Ermittler in diesem Fall aus. Der Vater des Täters sagte vor Journalisten zum möglichen Motiv seines Sohnes: «Er wollte eine Freundin, aber er hatte keine sozialen Fähigkeiten und war frustriert.»

AFP/chk